RLP: Neue FDP-Wirtschaftsministerin – Leerstände in Innenstädten kreativ nutzen

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Frank Rumpenhorst

MAINZ. Die FDP hat in der neuen rheinland-pfälzischen Landesregierung die Modernisierung der Städte als Schwerpunktaufgabe übernommen. «Es ist eine sehr große Herausforderung, die Zukunft der Innenstädte zu gestalten und auch neu zu erfinden», sagte die neue Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) der Deutschen Presse-Agentur.

Die Corona-Pandemie habe wie ein Brennglas auf die Entwicklung der Stadtzentren gewirkt. Im Kampf gegen deren Verödung beispielsweise durch leerstehende Läden sei kreatives Denken notwendig, so Schmitt. «Alle Beteiligten – die Händler, die Kommunalpolitik, die Kammern, die Verbände, das Land, der Bund und viele andere – wir alle müssen gemeinsam überlegen: Wie schaffe ich es, Besucher in die Stadt zu bringen, die sich dort gerne und auch länger aufhalten, dort genießen, einkaufen und Freunde treffen.»

Alle Menschen sehnten sich nach Begegnungen mit anderen, nach spontanen Treffen und spontanen Einkäufen, erklärte die 48-Jährige. Der Internethandel sei doch eher unpersönlich und könne das Erlebnis Stadt nicht ersetzen. Doch nach ihrer Ansicht geht es bei der Belebung der Innenstädte nicht nur um Handel, sondern darum, Menschen anzulocken.

«Leerstände könnten dafür übergangsweise klug genutzt werden, etwa als Ausstellungsflächen für Kunst und Kultur», sagte die Ministerin. Das sei auch für das Handwerk denkbar. «Mit kreativen Handwerks-Ausstellungen kann man jungen Leuten zeigen, wie spannend das Handwerk ist, wie viele beruflichen Chancen es bietet und was alles dahinter steckt. Vielleicht können wir auch wieder das Genusshandwerk wie Bäckereien, Konditoreien und Metzgereien in die Zentren zurückholen» erklärte Schmitt weiter.

«Wir müssen einfach verschiedene Dinge ohne Denkverbote ausprobieren», betonte Schmitt. Es gehe darum, gemeinsam mit allen Akteuren «gute Ideen und passgenaue Konzepte» für die Innenstädte zu entwickeln.

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