Impfstoff bleibt in Rheinland-Pfalz knapp: Sonderaktion bei hohen Inzidenzen

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Symbolbild; Paul Zinken (dpa)

MAINZ. Die Coronaschutz-Impfungen in Rheinland-Pfalz nehmen an Fahrt auf. „Wir werden aber noch bis weit in die Sommerferien hinein mehr Impfwillige als Impfstoff haben“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) am Freitag in Mainz.

Bis zum Ende des Sommers werde aber jedem Bürger, auch Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren, aller Voraussicht nach ein Impfangebot gemacht werden können.

In den beiden rheinland-pfälzischen Städten mit einer weit überdurchschnittlich hohen Sieben-Tage-Inzidenz, Ludwigshafen und Worms, werde es Mitte nächster Woche eine Sonder-Impfaktion geben. Bis zu 5000 Menschen könnten mit Johnson & Johnson geimpft werden, kündigte der neue Landes-Impfkoordinator Daniel Stich mit Blick auf soziale Gerechtigkeit an. Bei diesem Vakzin reicht eine Spritze für den vollständigen Schutz aus. Geimpft werden solle mit Hilfe von Sozialarbeitern und dem Deutschem Roten Kreuz in den Quartieren mit besonders vielen Infektionen.

Es gebe noch eine große Anzahl, die sehr ungeduldig und vollkommen nachvollziehbar auf ihre Impfung warteten, sagte Stich über den allgemeinen Impffortschritt. Obwohl im Juni rund 1,5 Millionen Dosen erwartet würden, „gibt es immer noch viel mehr Impfwillige, als wir zeitnah bedienen können“. Von dem Impfstoff gehe etwa ein Drittel an die Impfzentren und zwei Drittel an die niedergelassenen Mediziner und die Betriebsärzte.

„Wer sich bis zum 7. Juni in seiner Prio-Gruppe angemeldet hat, wird auch nach dem 7. Juni prioritär geimpft“, sagte Hoch. Danach gehe es nach der Reihenfolge der Anmeldung. Einzige Ausnahme: über 70-Jährige, die auch dann noch bevorzugt an die Reihe kämen.

Bei den Impfungen von Kindern und Jugendlichen müsse das Kindeswohl im Vordergrund stehen, sagte Hoch. Die noch ausstehende Entscheidung der Ständigen Impfkommission (Stiko) dazu sei sicherlich ein guter Anhaltspunkt für die Eltern. Ihm selbst stehe es nicht zu, Eltern einen Rat zu geben, sagte Hoch. Dies müssten die Familien je nach ihrer Situation selbst entscheiden, auch mit ihren Ärzten. Diese sollten die Kinder und Jugendlichen auch bevorzugt impfen, dies werde oft auch gemeinsam mit den Eltern sein können.

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