Mosel: Medizinisches Versorgungszentrum Mittelmosel eröffnet Ambulante Chirurgie

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Dr. med. Matthias Kötting im Gespräch mit einer Patientin

ZELL. Mit dem Bereich Ambulante Chirurgie erweitert das Medizinische Versorgungszentrum Mittelmosel sein Angebot für Patientinnen und Patienten und reagiert damit auf den akuten Fachärztemangel in der ambulanten medizinischen Versorgung vor Ort.

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Mittelmosel mit Standorten in Zell und Traben-Trarbach ist ein wichtiger Baustein für die nahtlose medizinische Versorgung von prä- und poststationären Patienten sowie für die Patientenversorgung im ambulanten Bereich. Gerade im ambulanten Bereich leidet die Region immer mehr unter einem akuten Fachärztemangel. Hier kann das Versorgungszentrum einen wichtigen Beitrag leisten: Neben der Chirurgie deckt das MVZ am Standort Zell bisher die Bereiche Frauenheilkunde, Radiologie sowie die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde ab.

„Wir freuen uns, darüber hinaus jetzt wie bereits am Standort Traben-Trarbach auch in Zell eine Ambulante Chirurgie unter der Leitung von Dr. med. Matthias Kötting vorhalten zu können“, erklärt Sabine Raimund, Co-Geschäftsführerin des Klinik-Trägers ViaSalus. „Den Medizinischen Versorgungszentren kommt eine wachsende Bedeutung bei der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung zu und wir wollen die Verantwortung hierfür mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und allen Verantwortlichen vor Ort gemeinsam wahrnehmen“, erklärt Harald Levy, Ärztlicher Direktor des Klinikums Mittelmosel. Vladimir Lejrich, Kaufmännischer Direktor des Klinikums ergänzt: „Dadurch, dass sich beide Einrichtungen, das MVZ und das Klinikum, einen Standort und auch Teile des Personals, das Know-how und die Infrastruktur teilen können, ergeben sich viele Synergien.“

Patientinnen und Patienten werden von dieser transsektoralen, also die Grenze zwischen stationär und ambulant überwindenden Versorgung profitieren: „Als Chefarzt und Operateur in der Klinik für Chirurgie, Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie am Klinikum weiß ich, dass viele chirurgische Eingriffe auch oder sogar besser ambulant durchgeführt werden“, berichtet Kötting. Den Verzicht auf einen stationären Aufenthalt und die Möglichkeit, im häuslichen Umfeld zu genesen, empfinden viele als Vorteil. „Soziale Kontakte und das gewohnte Umfeld haben erwiesenermaßen eine positive Wirkung auf den Genesungsprozess, der sich dadurch spürbar verkürzen kann“, erklärt der Chirurg, der beide Seiten kennt, weiter.

In der Chirurgie am MVZ wird ein breites Spektrum an Leistungen angeboten wie beispielsweise die operative Behandlung von Krampfadern, die Behandlung und OP von Leisten- und Bauchwandbrüchen, von Enddarmerkrankungen, aber auch die Abklärung gut- und bösartiger sowie entzündlicher Erkrankungen des Bauchraumes oder die Entfernung von Haut- und Unterhauttumoren sowie Schleimbeutelentfernungen. Weiter können auch operative Behandlungen von Carpaltunnelverengungen, die Lösung von Sehnenscheidenverengungen, Gelenkspiegelungen von Schulter, Knie und Sprunggelenk oder die Behandlung von Unfallfolgen aller Art durchgeführt werden. Dazu werden hier auch OP-Vorbereitungen und Nachbehandlungen durchgeführt.

Natürlich müssen Patienten auch bei ambulanten Eingriffen keine Angst vor Schmerzen haben. Viele Eingriffe können dank modernster Anästhesie-Verfahren heute unter örtlicher Betäubung, genauer Lokal-Anästhesie durchgeführt werden. Vollnarkosen wie auch Kurznarkosen erfolgen unter Verwendung neuester Narkosemedikamente, so dass der Patient auch bei einer Vollnarkose nach einer gewissen Überwachungszeit noch am selben Tag nach Hause kann.

Die Erweiterung des Leistungsspektrums durch die ambulante Chirurgie ist ein konsequenter Schritt in Richtung einer optimalen und umfassenden Patientenversorgung über die Sektorengrenzen hinweg. Ein weiteres Ziel im Rahmen der regionalen Gesundheitsversorgung ist es, zukünftig einen Beitrag zur Schließung der großen Versorgungslücke im Bereich der Allgemeinmedizin leisten zu können. „Wir sind hier schon in Gesprächen und wollen gemeinsam mit den Niedergelassenen und der Verbandsgemeinde neue Wege beschreiten, um auch zukünftig eine patientennahe medizinische Versorgung der Region sicherstellen zu können“, erklärt Sabine Raimund.

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