Erneut Felsnasen-Sprengung nach Felssturz auf Güterzugstrecke

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Die vierte Sprengung nach dem Felsrutsch im Mittelrheintal zur Beseitigung der Felsnase bei Kestert. Foto: Thomas Frey/dpa (Foto: dpa)

KESTERT. Nach dem Felsrutsch auf Europas meistbefahrene Güterzugstrecke im Welterbe Oberes Mittelrheintal am 15. März ist am Dienstag erneut eine Felsnase weggesprengt worden.

Schon am vergangenen Sonntag hatte es bei Kestert nahe dem Loreley-Felsen eine solche Nachsprengung gegeben – nach der ersten Sprengung von lockerem Gestein am Samstag.

Bei der neuen Nachsprengung von dunklem Schiefergestein am Dienstagnachmittag stieg wieder heller Rauch auf. Die rechtsrheinische Bahnstrecke und die parallele Bundesstraße 42 sind derzeit ohnehin gesperrt. Der linksrheinische Bahnverkehr wurde am Dienstag nicht unterbrochen. Nach der erneuten Nachsprengung stieg bei Kestert ein Hubschrauber auf.

Am Montagmorgen vor einer guten Woche waren hier schwere Schieferplatten und Geröll auf die Gleise gekracht. Nach Schätzungen sind laut der Deutschen Bahn mehrere Tausend Kubikmeter Gestein auf die Schienen gelangt. Verletzte gab es nicht, auch Fahrzeuge oder Züge wurden nicht getroffen.

Die rechtsrheinischen Gleise sind der Deutschen Bahn zufolge Teil von Europas meistbefahrener Güterzugstrecke zwischen Genua und Rotterdam. Derzeit werden hier die Güterbahnen über die linksrheinische Strecke umgeleitet. Für den rechtsrheinischen Fahrgastverkehr hat das private Bahnunternehmen Vias einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

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