WAHLTAG: 3,1 Millionen wählen einen neuen Landtag

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TRIER/MAINZ. Rund 3,1 Millionen Rheinland-Pfälzer sind am Sonntag dazu aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen.

Ein großer Teil der Wählerinnen und Wähler hat seine Stimme aber bereits per Brief abgegeben – der Landeswahlleiter rechnet mit einem Rekordanteil der Briefwähler von rund 60 Prozent.

Die Landtagswahl ist zusammen mit der in Baden-Württemberg die erste unter Corona-Bedingungen. Die Beschränkungen haben einen Wahlkampf mit Hausbesuchen, Infoständen und großen Veranstaltungen in Hallen und auf Plätzen unmöglich gemacht. Für die Stimmabgabe in den Wahllokalen gelten besondere Hygiene- und Abstandsbedingungen.Die SPD und Ministerpräsidentin Malu Dreyer wollen wieder stärkste Partei werden. Die oppositionelle CDU hingegen will die Sozialdemokraten nach 30 Jahren als Regierungspartei ablösen. Umfragen sahen zuletzt einen Vorsprung für die SPD vor der CDU oder ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden großen Parteien.

Regierungschefin Dreyer hat angekündigt, die Zusammenarbeit im Ampelbündnis mit FDP und Grünen fortsetzen zu wollen. Weder die Grünen-Spitzenkandidatin Anne Spiegel noch die Spitzenkandidatin der Liberalen, Daniela Schmitt, sind hingegen mit einer Koalitionsaussage in den Wahlkampf gezogen. Beide Parteien werben bei den Wählern um die Erst- und um die Zweitstimme.

Die Grünen waren in der abgelaufenen Wahlperiode der kleinste Partner der Ampel-Koalition. Die jüngsten Umfragen sehen sie diesmal deutlich stärker als 2011 und auch vor der FDP. Der Wiedereinzug der Liberalen in das Parlament scheint relativ sicher. Spannend wird, ob die Freien Wähler erstmals den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen. Als unwahrscheinlich gilt, dass die Linke zum ersten Mal in das Parlament in Mainz einziehen kann.

Die AfD kam in den letzten Umfragen auf neun bis zehn Prozent. Damit wäre sie die viertstärkste Kraft. 2011 hatten sie es aus dem Stand auf 12,6 Prozent und Platz drei geschafft.

Insgesamt treten zwölf Parteien und eine Wählervereinigung an – die Klimaliste. In den 52 Wahlkreisen gibt es 389 Direktkandidaten. Auf den Landeslisten stehen die Namen von 688 Bewerbern.

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