Trier: Notebooks im Akkord bereit gestellt – beantragte Fördermittel bewilligt

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Großauftrag. Für die erste Phase des Verleihs von Endgeräten wurden rund 510 Laptops vorbereitet.

TRIER. Nur wenige Tage nach der Beantwortung einer Anfrage im Stadtrat stand im Schulträgerausschuss erneut der Digitalpakt im Mittelpunkt. Der zuständige Amtsleiter Hanno Weigel berichtete, dass die beantragten Fördermittel von 730.000 Euro in voller Höhe bewilligt wurden. Im Frühjahr sei ein Aufstockungsantrag geplant.

Bei der Sanierung der Netzwerke (LAN und Strom) konnten wegen der Schließungen durch Corona mehrere Projekte vorgezogen werden: Die Arbeiten in der Martin-Grundschule sind beendet, sie laufen noch in den Grundschulen Ruwer, Olewig und Ehrang. Die Planungen sehen unter anderem vor, in den Herbstferien die Arbeiten in Pfalzel, Zewen, Barbara, Matthias und Mariahof in Angriff zu nehmen.

Größtes Nadelöhr bei der Umsetzung ist derzeit nach Aussage von Weigel die Suche nach geeigneten Elektrofirmen, weil die Nachfrage sehr groß sei. Insgesamt wolle man jetzt 2023 und somit ein Jahr früher als geplant alles abschließen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation war die Anbindung der Schulen ans Breitbandnetz. Derzeit erfüllen nach Angaben von Weigel 19 der 22 Grundschulen die Vorgaben der Kultusministerkonferenz: mindestens ein Megabit Datenvolumen pro Schülerin oder Schüler. Außerdem profitieren die Schulen in Trier-Nord künftig von dem Ausbau des Glasfasernetzes durch die Telekom. Weigel betonte, dass auch Schulen mit DSL- Anschluss meist auch sehr gut ihren Aufgaben gerecht werden könnten.

Eine große Herausforderung für das Amt für Schulen und Sport ist die Auslieferung der Leih-Endgeräte beim Sofortausstattungsprogramm. Die 510 Laptops für die weiterführenden Schulen sind ausgeliefert, aber auf die 1292 iPads für die Grundschulen wird immer noch gewartet. Weigel: „Wir stehen Gewehr bei Fuß und können sofort loslegen, wenn die Geräte eintreffen.“ Diese Verzögerungen wurden von mehreren Ausschussmitgliedern, darunter zwei Grundschulrektorinnen, scharf kritisiert. Eine berichtete, dass viele Grundschüler die Handys ihrer Eltern nutzen müssten, um am Fernunterricht teilnehmen zu können. Weigel erläuterte, dass die Bereitstellung der Leih-Laptops mit einem erheblichen Aufwand verbunden war: Alle 510 Geräte mussten ausgepackt, inventarisiert und mit Software bestückt werden. Um die Abstände zwischen den Mitarbeitern einzuhalten, wurden zwei Produktionsstraßen eingerichtet. Das Ganze war nur zu schaffen, weil es kurzfristig Hilfe durch Kollegen gab, unter anderem von der Tufa und vom Theater.

(Rathaus-Zeitung)

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