Wegen Unterrichtsausfall: CDU-Spitzenkandidat Baldauf will Pfingstferien ausfallen lassen

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Der CDU-Spitzenkandidat für die rheinland-pfälzische Landtagswahl, Christian Baldauf, hält es für überlegenswert, die einwöchigen Pfingstferien ausfallen zu lassen, wenn die Schulen am 15. Februar noch nicht wieder aufgemacht werden.

«Denn dann ist die Frage, ob es überhaupt möglich ist, anhand der noch zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit den Lernstoff, der vorgesehen ist, zu vermitteln», sagte Baldauf dem «Bonner General-Anzeiger» (Samstag). Auf die Frage, ob über ein «Zwischenschuljahr» nachgedacht werden müsse, das anders gewertet werde, sagte Baldauf, darüber müsse ernsthaft diskutiert werden, sollten die Schulen auch über Mitte Februar hinaus geschlossen bleiben. Die Pfingstferien dauern vom 25. Mai bis zum 2. Juni.

Der CDU-Politiker sagte, er vermisse einen Plan hinter der Schulpolitik der Landesregierung in der Pandemie. Auch das Thema Digitalisierung sei nicht so weit, wie es sein müsse. «Wir brauchen für die Wirtschaft, die Gesundheit, die Bildung und viele andere Politikbereiche eine einheitliche Plattform für das ganze Land, auf der die Software der einzelnen Behörden laufen kann. Das würde auch den Schulen helfen», wird Baldauf zitiert.

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9 KOMMENTARE

  1. Wer jetzt ernsthaft darüber nachdenkt die Ferien zu streichen, an dem sind die letzten Monate doch komplett vorbei gegangen. Lehrer, Erzieher, Eltern und Kinder leisten im Moment enormes. Der Unterricht zu Hause verlangt von allen ein großes Engagement, auch in ihrer Freizeit, um die Schule am Laufen zu halten. Eine Phase der Erholung in den Oster- und Pfingstferien ist für alle sehr wichtig um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten.
    Also…. Finger weg von den Ferien!!!!

    • Ein Tipp: als angehender Aushilfslehrer sollten Sie an Ihrer Rechtschreibung arbeiten, es sei denn, Sie wollen nur in der Dasbachstraße unterrichten …..

  2. Super Idee, dann kann ja auch der Urlaub fit Mitarbeiter im Homeoffice gestrichen werden – wie respektlos gegenüber Kindern und Jugendlichen !!!

  3. Voll OK es ist nicht nur eine Woche Pingstferien, Ferien vom 25.05. – Mi 02.06 in RhPf. was ist am Donnerstag den 03.06 genau Fronleichnam und welche Schule macht am 04.06 auf? ….genau keine…. typische Lehrer „Brückentagsplanung“

    Welche Schule bietet täglich 5-6 Schulstunden intensiv „Homescooling“ … genau auch keine denn das geht auch nicht da das homeschooling Ersatzpersonal (Eltern) das auch garnicht leisten kann

    Ja wir sind für unsere Kinder da und ja die Lehrer leisten auch viel „neues“ aber meine Kinder würden sich freuen endlich wieder in die Schule zu gehen um eventuell auch die Chance auf faire Schulbewertungen zu bekommen und da würde 1 Woche weniger Pfingstferien nicht schaden.

    Sollte natürlich immer noch „Homeschooling“ sein können wir den dauernden Schul-Teilzeitbetrieb auch weiterführen und und etwas für die Generation Corona leisten eventuell 3 Wochen Pfingstferien…(Ironie)

  4. Gebt euren Kindern eine Stimme!

    Ja, Kinder und Schulen brauchen Pfingstferien! Nicht nur Eltern sind am Limit, sondern auch die Kinder, die zur Zeit genauso ihren Beitrag zur Pandemie leisten, wie wir Erwachsenen. Das darf nicht einfach selbstverständlich hingenommen werden. Es ist eine viel größere Belastung für die Kids und das schreit nach einer Verschnaufpause. Ja, wir Eltern müssen auch mal an uns denken, aber Kinder sind unsere Zukunft und die dürfen wir auch unter dieser großen Belastung nicht einfach vergessen. Für wen machen wir das Alles denn sonst?
    Also weniger motzen, mehr an unsere Kinder denken; die müssen auch mal verschnaufen können. Dafür nehme ich gerne mehr Stress für mich in Kauf. Ich bin keine Übermutter, die den ganzen Tag um ihre Kinder herumgluckt; ich bin diejenige, die sich Noise Cancelling-Kopfhörer aufsetzt und gute Musik anmacht, um dem ständigen „Mama!“ für ein paar Minuten am Tag zu entkommen. Ich möchte aber, dass die Kinder auch in diesen Zeiten eine Pause haben dürfen.
    Also gebt unseren Kindern eine Stimme, auch wenn sie noch nicht wählen dürfen.

    Erich Kästner hat den Kindern eine Stimme gegeben (Die Konferenz der Tiere
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Die_Konferenz_der_Tiere_(Roman) ).

    Von einer Mama, die ihren beiden Töchtern mit gutem Gewissen eine Stimme geben möchte.

  5. CDU-Fraktionschef Baldauf im Interview: „Kinder sind keine Objekte“
    Vom 03.06.2020
    Vielleicht sollte Herr Baldauf mal über seine eigenen Worte nachdenken die er vor gut einem halben Jahr von sich gegeben hat!

  6. Selbstverständlich werden weder Ferien noch verschiebliche Ferientage (Fastnacht!) gestrichen. Dafür wird schon die Lehrerlobby sorgen. Als nächstes kommt ganz sicher die Forderung nach besserer Bezahlung, weil der Online-Unterricht ja viel anstrengender als Präsenzunterricht ist. Und natürlich nach finanziellem Ausgleich für das Home-Office.
    Die Realität sieht leider anders aus.
    Beim ersten Lockdown sind doch etliche Pädagogen erstmal wochenlang total abgetaucht. Nachfragen meiner Kids z.B. per E-Mail wurden nach 7 bzw. 11 Tagen(!) beantwortet. Was hat der Pädagoge denn die ganze Zeit gemacht? Wohnmobil ausgebaut oder Ferien geplant? Nachmittags ab 14.00 oder spätestens 15.00 Uhr: absolut niemand mehr erreichbar.
    Womit sind die Sport- und Bildende-Kunst-Lehrer zur Zeit beschäftigt?
    Das Wohl der Kinder spielt bei den aktuellen Überlegungen und Planung ganz offensichtlich nur eine untergeordnete Rolle.

  7. Es macht mich extrem sauer und ehrlich gesagt auch etwas traurig, wenn hier so herablassend über die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer gesprochen wird. Schwarze Schafe, die ihrer Arbeit nicht das nötige Engagement zukommen lassen, gibt es in jeder Berufsgruppe. Aber nur die Lehrer werden stets pauschal als faul und überbezahlt dargestellt. Jeder, der auch nur einen Funken Ahnung von der enormem Arbeitsbelastung eines engagierten Lehrkraft hat, würde nicht so daherreden. Als Lehrerin mit einer Teilzeitstelle von 60% arbeite ich derzeit regelmäßig 40 Stunden pro Woche: eine sinnvolle Aufbereitung des Online-Unterrichts kostet extrem viel Zeit, vor allem in der Oberstufe. Und NEIN.. nicht alle Lehrer stellen einmal wöchentlich Aufgaben auf die Lernplattform und machen dann Feierabend und sind nicht mehr erreichbar! DAS ist kein Online-Unterricht. Ich unterrichte meine Klassen nach Stundenplan über Videokonferenzen, die ALLE mit auf die Situation abgestimmten Material gestaltet sind. Im Anschluss bereite ich meine kommenden Stunden vor, führe Telefonate mit Schülern, beantworte MASSENWEISE Mails und korrigiere „nebenbei“ noch Abiturklausuren. Ach ja, und dann sind da noch 2 Kleinkinder, die auch noch ihre Aufmerksamkeit brauchen.
    Und mir jetzt jemand sagt, man sollte die Ferien streichen, weil während der Homeschooling-Zeit nichts gearbeitet und geleistet wird, dann ist das ein Schlag ins Gesicht: Für alle Lehrer, die mit dem gleichen Engagement bei der Sache sind, um ihre Schüler auch in dieser Situation bestmöglich zu fördern und auch für alle Schüler, die gerade in Eigenregie ihren ganzen Lernalltag gestalten müssen und dabei auch regelmäßig an ihre Grenzen kommen.
    Und wer immer noch denkt, Lehrer arbeiten aktuell nichts, kann gerne mal bei mir vorbeischauen.

    • Carolin, du bist hier in einem Internet-Forum, was erwartest du? das hier ist der Spielplatz für die Gelangweilten und Frustrierten. Für diejenigen, die den ganzen Tag nichts zu tun haben, keine sozialen Kontakte (mehr) haben und deswegen nach einem Ventil suchen, um ihren Selbsthass auf die Gesellschaft abzuladen. Sowas würde ich an deiner Stelle nicht allzu ernst nehmen. Solche Menschen triffst du nicht auf der Straße und falls doch, fehlt denen das nötige Rückgrat um dir ihre Meinung ins Gesicht zu sagen.

      Ich habe jedenfalls einen Höllenrespekt vor deiner Arbeit und der deiner Kollegen. Lass dir das nicht von ein paar spätpubertären Internet-Rambos versauen 🙂

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