Praxistest bestanden: Trierer Impfzentrum ist startklar

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OB Wolfram Leibe (2. v. l.) und Ordnungsdezernent Thomas Schmitt (3. v. r.) besuchen nach dem erfolgreichen Probelauf Klaus-Jörg Raskopp (2. v. r.) und sein Team von der Berufsfeuerwehr in der Messeparkhalle. Foto: Presseamt Trier

TRIER. Das Impfzentrum Rheinland-Pfalz-Trier, das gemeinsam von der Stadt Trier und dem Kreis Trier-Saarburg in der Messeparkhalle betrieben wird, ist einsatzbereit: Bei einem mehrstündigen Probelauf am Donnerstag hat das Logistikkonzept den Praxistest bestanden.

40 Testpersonen – Feuerwehrleute der Löschzüge Olewig, Pfalzel und Biewer sowie Beschäftigte der Kreisverwaltung – durchliefen mehrmals die verschiedenen Stationen von der Eingangskontrolle bis zum Check-Out. Klaus-Jörg Raskopp von der Berufsfeuerwehr Trier zeigte sich mit den Abläufen sehr zufrieden: „Es hat alles gut geklappt. Sobald der Impfstoff bereit gestellt wird, können wir loslegen.“ Für den Start plant Raskopp mit bis zu acht sogenannten Impfstraßen, in denen pro Tag insgesamt rund 2500 Impfdosen zum Schutz vor dem Coronavirus verabreicht werden könnten. „Wenn es erforderlich ist, können wir die Kapazität aber schnell auf 16 Impfstraßen verdoppeln. Platz genug ist hier in der Halle vorhanden“, erläutert Raskopp.

Das Impfen selbst – ein Pieks in den Oberarm – dauert nur wenige Minuten. Zeitaufwändiger ist der Vorlauf: In einem Zelt vor dem Eingang zur Halle wird zunächst die Impfberechtigung des Patienten überprüft und der Termin bestätigt. Zugleich wird die Körpertemperatur gemessen und auf die Hygienebestimmungen hingewiesen. Anschließend geht es zum Check-In-Schalter, wo Laufzettel und Informationsmaterial ausgegeben werden. Nächste Station ist die ärztliche Aufklärung. Die Teilnahme an der allgemeinen Aufklärung ist für alle Patientinnen und Patienten verpflichtend. Aber auch ein individuelles, vertrauliches Arztgespräch ist in zwei Kabinen möglich. Danach heißt es warten, bis eine Impfstation frei wird. Nach der Impfung werden die Patientinnen und Patienten in einem Ruhebereich beobachtet. Falls nach der Injektion Kreislaufprobleme oder ähnliche Beschwerden auftreten, werden sie ärztlich betreut. Letzte Station ist der Check-Out, wo unter anderem die Impfung dokumentiert wird.

Viele medizinische und pflegerische Fachkräfte haben sich freiwillig zum Dienst im Trierer Impfzentrum gemeldet. Zum Beispiel Ursula Hoellen: Sie arbeitet als medizinische Fachangestellte in einer Trierer Arztpraxis und will ihre freien Nachmittage nutzen, um im Impfzentrum zu helfen. Ihre Berufskollegin Barbara Weiland ist bereits im Ruhestand und freut sich auf den Dienst in der Messeparkhalle: „Ich habe das beruflich Jahrzehnte lang gemacht und möchte hier gerne meine Erfahrungen einbringen.“

Die Trierer Feuerwehr hatte bereits im Sommer mit den Planungen für das Impfzentrum begonnen. Seit Ende Oktober läuft die Ausstattung und Einrichtung der Messeparkhalle. Wann das Impfzentrum in Betrieb geht, hängt vor allem davon ab, wann die Zulassung für den ersten Impfstoff durch die Europäische Arzneimittelagentur erteilt wird und wie schnell er an die 31 Impfzentren in Rheinland-Pfalz verteilt wird.

Im Moment wird mit einer Zulassung noch in diesem Jahr gerechnet. Richtlinien, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden, werden zentral von der Bundesregierung auf Empfehlung der Ständigen Impfkommission festgelegt. Die Terminvergabe für eine Impfung erfolgt telefonisch über eine Hotline, die in nächster Zeit von der Landesregierung Rheinland-Pfalz eingerichtet wird.

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