Busanbindung in Trier: Route, Taktung, Haltestellen – alle Infos zur neuen Stadtbuslinie 9

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TRIER: Konz und Trier wachsen enger zusammen. Zumindest was die Verkehrsverbindungen angeht: Ab Ostern 2021 geht die neue Stadtbuslinie 9 an den Start, die von Konz-Roscheid über die Trierer City bis Ruwer führt. Auch für einen wichtigen Straßenzug in Trier verbessert sich damit die Busanbindung.

Die neue Verbindung gehört zum neuen Linienbündel Saargau im Verkehrsverbund Region Trier (VRT) und soll auf Beschluss des Stadtrats von den Stadtwerken bedient werden. Zwar besteht schon eine sehr gute Bahnverbindung zwischen Trier und Konz, doch das auf einem Hochplateau gelegene und weiter wachsende Wohngebiet Roscheid profitiert davon kaum. Mit der Linie 9 wird erstmals eine Direktverbindung zwischen Roscheid und Trier geschaffen.

Die Route: Die neue Buslinie verläuft über Konz-Mitte, Karthaus, das Pacelliufer und die Südallee in die Trierer Innenstadt (Westachse über den Nikolaus-Koch- Platz und Treviris). Der Hauptbahnhof wird nicht angefahren, stattdessen sind neue Haltestellen in der Ascoli- Piceno- und Zurmaiener Straße vorgesehen. Diese Hauptverkehrsachse mit der Jugendherberge und dem neuen Wohngebiet Castel Feuvrier wurde bisher vom ÖPNV nicht bedient. Die weitere Strecke führt über den Verteilerkreis Nord und die Loebstraße bis zur Endhaltestelle Ruwer-Dorheck. Im Gegenzug endet die Linie 1 künftig am Verteilerkreis und wird Ruwer nicht mehr anfahren. Stattdessen soll sie mittelfristig den Park-and-Ride-Platz am ehemaligen Riverside im Zehn-Minuten-Takt bedienen. Zuvor muss dort eine Wendemöglichkeit geschaffen werden.

Der Takt: Zwischen Konz-Roscheid und der Trier-Galerie sowie zwischen Castelforte und Ruwer-Dorheck wird die Linie 9 tagsüber im Stundentakt verkehren. In der City, zwischen Trier- Galerie und Castelforte, ist ein 30-Minuten-Takt geplant. Ab September 2021 kommt die neue Sternbuslinie 89 hinzu, die die Strecke Konz-Trier in den Abendstunden und am Wochenende befährt. Die jährliche Verkehrsleistung der Stadtwerke Verkehrs GmbH steigt um 195.000 Kilometer. Dabei ist die Verkürzung der Linie 1 schon einberechnet.

Die Haltestellen: Die neuen Haltepunkte in der Ascoli Piceno- und Zurmaiener Straße sollen zunächst nur provisorisch eingerichtet werden. Sie befinden sich an der Ecke Lindenstraße, auf Höhe der ehemaligen Kabinenbahn, an der Jugendherberge und an der Ecke Zeughausstraße. Letztere dient auch als zusätzliche Erschließung des Nordbads. Für den späteren Ausbau der Haltestellen werden gesonderte Baubeschlüsse vorbereitet.

Die Kosten: Durch das neue Angebot entsteht ein jährlicher Finanzierungsbedarf von rund 900.000 Euro. Davon sollen 310.000 Euro durch Ticketerlöse hereingeholt werden. Zuschüsse des VRT und des Landkreises belaufen sich auf 360.000 Euro. Den Restbetrag von 230.000 Euro bringen die Stadtwerke auf. Durch Einsparungen soll sich das Defizit der SWT aber auf 45.000 Euro verringern.

(Quelle: Ralph Kießling)

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