Noch zu wenig: Rund 180 zusätzliche Schulbusse – Eltern weiter unzufrieden

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Foto: Facebook Post (J.F.)

MAINZ. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat zur Entlastung der angespannten Schülerbeförderung während der Corona-Pandemie bislang rund 1,2 Millionen Euro für 67 zusätzliche Schulbusse bewilligt.

13 Kreise und kreisfreie Städte hätten bis dato entsprechende Förderanträge gestellt, teilte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums am Montag mit. Weitere 115 Busse seien bereits im Einsatz, die Anträge und Bewilligungen stünden hier noch aus.

«Schätzungsweise können in einer zweiten Antragsrunde bis zu 70 weitere Busse zur Verfügung gestellt werden, die von den Kommunen mit Beginn der kalten Jahreszeit, wenn die Nutzung des ÖPNV ansteigt, angefordert werden können», erklärte Verkehrsstaatssekretär Andy Becht (FDP). Er forderte die Kreise auf, dieses Angebot des Landes zu nutzen.

Das sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch zu wenig, sagte Landeselternsprecher Reiner Schladweiler. In einer Petition an den Landtag, die am Dienstag übergeben werden soll, fordert der Landeselternbeirat daher 1000 Busse in der Busbörse. Die Online-Petition habe rund 14 000 Unterschriften eingebracht, nötig seien 12 000 gewesen, erklärte Schladweiler.

Die Landesregierung hatte Ende August unter dem Eindruck von Kritik über Gedränge in Schulbussen und die dadurch steigende Corona-Infektionsgefahr angekündigt, die für den Schulbusverkehr zuständigen Kreise und kreisfreien Städte bei der Bestellung zusätzlicher Fahrzeuge zu unterstützen. Über die zentrale Bus-Börse sollen in Kooperation mit dem Verband Mobilität und Logistik Rheinland-Pfalz (Molo) die landesweit zur Verfügung stehenden Busse dort eingesetzt werden, wo sie benötigt und abgerufen werden. Bis zu 250 Busse will das Land mit bis zu 90 Prozent finanzieren.

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