Die rheinland-pfälzische Landesregierung will trotz steigender Corona-Infektionszahlen ein generelles Besuchsverbot in Pflegeheimen vermeiden und setzt stattdessen auf regelmäßige Reihentests für Bewohner und Mitarbeiter.
Ältere oder vorerkrankte Menschen in Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe seien besonders gefährdet, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Donnerstag in Mainz bei der Vorstellung des neuen Mustertestkonzepts.
Dieses Konzept sieht vor, dass sich Bewohner, Nutzer sowie Beschäftigte von stationären, teil-stationären und ambulanten Einrichtungen und Diensten im Bereich der Pflege und der Eingliederungshilfe mindestes einmal pro Woche testen lassen können. Auch Besucher könnten sich in Einzelfällen auf das Virus untersuchen lassen, sagte sie. Eingesetzt werden sogenannte POC-Antigen-Tests. Diese Untersuchungen lieferten im Vergleich zu den PCR-Tests, die in vielen anderen Bereichen weiter benutzt werden sollen, bereits binnen 15 bis 30 Minuten ein Ergebnis, erklärte die Ministerin. Die Kosten pro Test bezifferte sie mit durchschnittlich fünf bis sieben Euro. Sie werden vom Bund übernommen. (dpa)















