RLP: Zoll nimmt illegale Zigarettenfabrik hopps – Vier Verdächtige in U-Haft

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Die Zollfahnder gehen davon aus, dass die Beschuldigten mehr als 80 Millionen Zigaretten umgeschlagen haben. Foto: Sascha Ditscher/dpa

MAINZ – Der Zoll hat einem Bericht des Südwestrundfunks (SWR) zufolge eine illegale Zigarettenfabrik in Rheinland-Pfalz ausgehoben.

Bei dem Einsatz im Mai seien vier Tatverdächtige festgenommen worden, sie befänden sich in Untersuchungshaft. Durchsucht worden seien insgesamt 13 Lagerhallen und Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. 

Die Zollfahnder gehen den Angaben zufolge davon aus, dass die Beschuldigten bundesweit mehr als 80 Millionen Zigaretten umgeschlagen haben. Der mutmaßliche Steuerschaden belaufe sich auf rund 5,4 Millionen Euro.

Rund zehn Millionen unversteuerte Zigaretten hätten die Ermittler in einer Lagerhalle in Ahlen (Nordrhein-Westfalen) gefunden, weitere rund neun Millionen auf einem landwirtschaftlichen Anwesen bei Rüsselsheim (Hessen).

Ehemaliges Fabrikgelände – Arbeiter eingeschlossen

Die Anlage zur illegalen Zigarettenproduktion habe sich auf einem ehemaligen Fabrikgelände im rheinland-pfälzischen Staudt (Westerwaldkreis) befunden. Dort seien mehr als 16 Tonnen Tabak beschlagnahmt worden.

Die Anlage zur illegalen Zigarettenproduktion hat sich auf einem ehemaligen Fabrikgelände im rheinland-pfälzischen Staudt (Westerwaldkreis) befunden. Foto:  Sascha Ditscher/dpa

Mindestens elf Arbeiter seien über längere Zeit unter fragwürdigen Lebensbedingungen dort eingeschlossen worden, um nach außen keine Aufmerksamkeit auf die Anlage zu lenken. Mehr als 120 Einsatzkräfte seien drei Tage lang im Einsatz gewesen, berichtete der SWR.

 

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