Spezielle Angebote in den Sommerferien – so wird der Schullaltag geplant

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Frank Rumpenhorst/ dpa-Archiv

Für Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf soll es in Rheinland-Pfalz den Sommerferien spezielle Angebote geben. «Und wenn das gut läuft, werden wir das auch in den Herbst-, Winter- oder Osterferien anbieten», sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Der Unterricht wird im neuen Schuljahr auch nicht gleich wie gewohnt beginnen: Im ersten Halbjahr sollten die Lehrer einen besonderen Blick auf die Grundlagen werfen und schauen, welche vertieft oder gefestigt werden müssten, sagte Hubig. «Damit die Themen, die während der Corona-Zeit so nicht gelernt werden konnten, nachgeholt werden können.» Dies habe das Ministerium den Schulen bereits mitgeteilt.

Viele Schüler seien gut durch die Corona-Zeit gekommen, hätten sogar manche Themen intensiver und komplexer gelernt. «Es gibt aber natürlich auch Schüler, für die diese Situation schwierig ist. Deshalb haben wir ja die Notbetreuung sehr früh auch für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf geöffnet.»

«Es wird nicht eins zu eins so sein wie vor Corona-Zeiten», sagte Hubig. Einzelne Lehrer, die zur Risikogruppe gehören, könnten nur von zuhause aus oder in anderer Form unterrichten. Dafür brauchen sie in Rheinland-Pfalz künftig ein Attest. Beim Sportunterricht werde es auch noch Einschränkungen geben.

Auf die Abstandsregelungen könne in den Schulen nach Einschätzung von Experten aus jetziger Sicht verzichtet werden. Mund-Nasen-Masken brauchten die Schüler im Unterricht auch nicht zu tragen. «Da ist Mimik und Gestik wichtig», sagte Hubig. Die Alltagsmasken spielten aber weiterhin eine Rolle, etwa bei der Schülerbeförderung sowie in den Fluren, Gängen und Treppenhäusern. «Wir brauchen weiterhin Hygienekonzepte, die Nachverfolgbarkeit und ganz klare Klassengruppen, die fest zusammengesetzt sind.» Zudem würden schulartspezifische Konzepte entwickelt, etwa für Berufsschulen mit mehreren tausend Schülern.

Hubig appellierte an die Eltern, ihre Kinder nicht krank in die Schule zu schicken. Dies sei für alle wichtig. Manche Schüler gehörten wegen einer Erkrankung auch zur Risikogruppe. Sie müssten nicht am Unterricht teilnehmen. «Das ist immer eine Abwägungsfrage und sollte mit den behandelnden Ärzten abgeklärt werden», betonte die Ministerin.

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