NGG: In Trier verdienen Frauen 370 Euro weniger als Männer

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Symbolbild // dpa

TRIER. Sie arbeiten genauso lang, ziehen aber beim Verdienst den Kürzeren: Frauen, die in Trier eine Vollzeit-Stelle haben, verdienen rund 370 Euro weniger im Monat als ihre männlichen Kollegen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten zum Internationalen Frauentag am 8. März hingewiesen. Die NGG beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Danach liegt das durchschnittliche Vollzeit-Einkommen von Frauen in Trier aktuell bei 3.010 Euro im Monat – Männer mit der gleichen Arbeitszeit kommen auf 3.382 Euro. Das macht einen Unterschied von elf Prozent. In ganz Rheinland-Pfalz beläuft sich der Gender Pay Gap, die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern, auf 13 Prozent.

„Es kann nicht sein, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt noch immer so stark benachteiligt sind. Viele Unternehmen in der Region nutzen das Lohngefälle aus, obwohl sie mehr zahlen müssten“, kritisiert Klaus Schu von der NGG-Region Trier. Besonders problematisch sei die Situation in frauendominierten Berufen – etwa im Service einer Gaststätte oder im Verkauf einer Bäckerei. Wenn hier nicht nach Tarif gezahlt werde, träfen niedrige Löhne häufig auf Teilzeitjobs und befristete Stellen. „Die Folge sind geringe Einkommen und im Alter Mini-Renten, die Frauen dann beim Amt aufstocken müssen“, so Schu.

Nach Einschätzung des Gewerkschafters dürfte der tatsächliche Gender Pay Gap in Trier bei deutlich über 11 Prozent liegen. „Bezieht man Teilzeitstellen und Minijobs in die Rechnung ein, wird die Kluft noch größer. Denn hier arbeiten mehr Frauen als Männer. Zugleich sind die Löhne im Schnitt deutlich niedriger“, sagt der NGG-Geschäftsführer.

„Hinzu kommt, dass noch immer zu viele Frauen zu Hause bleiben – nicht zuletzt auch, weil das Ehegatten-Splitting bei der Steuer die Rollenteilung verstärkt“, so Schu. Damit gehe dem heimischen Arbeitsmarkt eine große Chance durch die Lappen. Mit Blick auf die Alterung der Gesellschaft und den Fachkräftemangel müssten eigentlich schon heute viel mehr Frauen ins Berufsleben einsteigen.

Die NGG fordert die Unternehmen auf, die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern in vergleichbaren Positionen zu beenden. Auch die Politik sei gefordert. „Statt immer neuer Lippenbekenntnisse zum Frauentag brauchen wir einen gesetzlichen Anspruch auf gleiches Geld für gleichwertige Arbeit, der Wirkung zeigt und in den Betrieben zwingend umgesetzt werden muss. Alles andere ist im Jahr 2020 von vorgestern“, so Schu.

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5 KOMMENTARE

  1. Wieder wird hier mit den unbereinigten Zahlen Schindluder im Sinne der eigenen Ideologie betrieben. Nur der bereinigte „Gender-Pay-Gap“ hat wenn dann überhaupt eine Aussagekraft und dieser liegt bei 3-6%, also nahe der statistischen Ungenauigkeit. Alles andere ist Äpfel mit Birnen vergleichen oder wie in diesem Fall Arbeitsstellen unterschiedlichster Qualifikation und Verantwortung.

  2. Faktum Service, miess, hier wird für ALLE schlechtes Geld auf dem Konto stehen; DA SCHLECHT BEZAHLT. Da jammert ein Gewerbe, ich kann nur lachen. Bezahlt Eure Angestellten richtig, dann braucht es keiner Suche nach Arbeitskräfte,

  3. Also Frau Dreyer hat ca 11tausend netto pro Monat, einen Dienstwagen und diverse Vergünstigungen, glaube nicht dass es einen Mann hier in Trier gibt der ähnlich verdient.
    Und die Frau Spiegel von den Grünen hats noch besser, der Mann von der arbeitet doch gar nix soweit man weiss und sie geht in Mutterschutz wenn sie mal wieder Päuschen machen will.

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