RLP: Fast 200 Kinder erkrankt – Schulessen wird untersucht

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Symbolbild // Schüler einer Ganztagsschule essen in der Mensa der Schule. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv

LANDAU. An mehreren Schulen und Kindergärten im Kreis Südliche Weinstraße und in der Stadt Landau leiden Kinder unter Erbrechen und Durchfall. Das teilte die Kreisverwaltung in Landau am Donnerstag mit. Die Lebensübermittelüberwachung habe Proben des Mittagessens und auch Proben aus der Küche des Lieferanten entnommen. Insgesamt habe das Gesundheitsamt am Mittwoch 197 erkrankte Kinder registriert. «Wie viele davon an Magen-Darm-Erkrankungen leiden und überhaupt an der Mittagsverpflegung teilgenommen haben, wird derzeit überprüft», teilte die Kreisverwaltung mit.

Mitarbeiter der Veterinärabteilung und des Gesundheitsamtes seien in den betroffenen Schulen vor Ort, um die Zusammenhänge zu ermitteln. Die Essensproben wurden an das Landesuntersuchungsamt in Koblenz weitergeleitet. Ergebnisse sollen frühestens an diesem Freitag vorliegen. Erst dann könne die Ursache der Erkrankung eindeutig festgestellt werden – und ob überhaupt ein Zusammenhang mit der Mittagsverpflegung bestehe, betonte die Kreisverwaltung. Die betroffenen Schulen und Kindergärten seien informiert worden.

Bereits vorbereitetes oder ausgeliefertes Essen sei zurückgeholt worden, hieß es. Zudem sei dem Betrieb die Zubereitung und Abgabe von Speisen bis auf Weiteres untersagt worden. Eine Grundreinigung aller Betriebsbereiche sowie eine Desinfektion wurden angeordnet.

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1 KOMMENTAR

  1. Sind wir bald in der Dritten Welt? Nahrung und Behausung werden immer teurer und immer schlechter. Lebensmittelrückrufe, explodierende Wohn- und Nebenkosten, Fachkräftemangel in Handwerk, MINT und Produktion, Bauernproteste, zunehmende Antibiotikaresistenz bei verschiedensten Keimen.

    „Ergebnisse sollen frühestens an diesem Freitag vorliegen.“ Geht ja bloß um hunderte Kinder. Ich kenne einen promovierten Biochemiker, der kriegt für seine 40-Stunden-Woche im Labor 25000 p.a. – Der wäre auch lieber Beamter oder Politiker geworden. Wenn wir (priv. Handelsbetrieb) bei Fresenius oder Lufa eine chem. Parameteranalyse durchführen lassen, warten wir wie zuletzt 3-5 Monate auf die Ergebnisse.

    Bestimmt hilft es der deutschen Arbeitsmoral auf die Sprünge, die Printmedien künftig mit 100 bis 600 Mio staatlich zu subventionieren oder eine neue Frauenquote bei Vorstandsposten einzuführen.

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