Trier beste Stadtradel-Kommune des Landes

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Mehr als 2500 Kilometer in drei Wochen Stadtradeln: Mario Spang (r.) hat sich den Glückwunsch von Verkehrsdezernent Andreas Ludwig als bester Einzelteilnehmer verdient.

TRIER. Mit über 300.000 Kilometern liegt Trier bei der Aktion Stadtradeln dieses Jahr deutlich auf Platz eins der Kommunen in Rheinland-Pfalz.

Bundesweit belegt Trier vorläufig Platz 60 unter 1111 Teilnehmern. Ein Trierer Stadtradler darf besonders stolz auf seine Leistung sein: 2586 Kilometer – und damit durchschnittlich 123 pro Tag – legte Mario Spang in den drei Wochen des Trierer Stadtradelns 2019 zurück. Damit ist er der Gesamtrekordhalter seit Beginn der jährlichen Aktion in Trier. Insgesamt schafften 1283 Triererinnen und Trierer eine Strecke von 304.182 Kilometern in 109 unterschiedlichen Teams zurück. Das CO2, das durch die Verwendung des Rades statt des Autos virtuell eingespart wurde, beläuft sich auf über 40 Tonnen. Umweltdezernent Andreas Ludwig dankte bei der Ehrung den Koordinatoren, Umweltberater Johannes Hill und Jonas Klöpfer, der für die Planung des Radwegenetzes zuständig ist.

In ganz Deutschland gewinnt das Stadtradeln an Bedeutung, so haben dieses Jahr 1111 Kommunen und damit über 200 mehr als im Vorjahr an der Aktion teilgenommen. In manchen läuft sie noch bis Ende September. Von all diesen Kommunen belegt Trier in der Gesamtkilometerzahl den 60. Platz.

Heimliche Hauptstadt des Radfahrens darf sich die Stadt jedoch in Rheinland-Pfalz nennen: Hier landete Trier deutlich auf Platz eins, vor dem Landkreis Bad Dürkheim mit 201.083 und Kaiserslautern mit 144.173 Kilometern. Erstmalig erreichten die Trierer auch Platz 1 in der Kategorie „Kilometer je Einwohner“ im Bundesland.

Die Entwicklung des Trierer Stadtradelns geht seit seiner Premiere 2012 steil bergauf. Beim ersten Stadtradeln nahmen 684 Sportler teil, die zusammen 98.143 Kilometer zurücklegten. Ob dieser Trend auch an dem besser ausgebauten Radwegenetz im Stadtgebiet liegt, kann nur spekuliert werden. Aktuell werden beispielsweise rund um das Bobinet-Gelände in Trier-West neue Verbindungen gebaut. Außerdem soll durch eine Machbarkeitsstudie belegt werden, wie eine neue Pendlerradroute gestaltet werden könnte.

Beim Trierer Stadtradeln hat sich inzwischen die Tradition entwickelt, dass einzelne Institutionen eigene Programme auflegen und mit dem Angebot der Stadt verknüpfen. So sammelt das Bistum mit der Aktion „Domradeln“, um Baumsetzlinge in Bolivien zu setzen. Die Fair Play Tour spricht hingegen gezielt Jugendliche an. Deren Trierer Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten in diesem Jahr fast 30.000 Kilometer zum Gesamtergebnis des Stadtradelns beisteuern. In der Grundschule Feyen hingegen haben hunderte Schülerinnen und Schüler erneut den Beweis erbracht, dass man sich auch in Trier im Alltag mit dem Fahrrad fortbewegen kann. Dass wirklich niemand eine Ausrede hat, zeigte Dezernent Ludwig mit der Ehrung der jüngsten Teilnehmerin am Stadtradeln 2019: Sie ist zwei Jahre alt.

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