Mehr Ackerstreifen mit Blumen: Mehr ökologische Vielfalt

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Wildpflanzen wachsen am Rande eines Gerstenfeldes. Foto: Thomas Frey/Archivbild

RHEINLAND-PFALZ. Gewöhnlicher Blutweiderich, Gemeines Leimkraut, Großblütige Königskerze: Die Zahl der Ackerstreifen mit pollen- und nektarreichen Honigpflanzen hat in Rheinland-Pfalz zugenommen. Bauern, die so für mehr biologische Vielfalt sorgen, können Unterstützung erhalten. «Im Rahmen der Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen wird die Anlage von Saum- und Bandstrukturen auf Antrag jährlich mit 490 bis 1000 Euro je Hektar gefördert», teilte das Landwirtschaftsministerium in Mainz der Deutschen Presse-Agentur mit. «Die Fläche stieg von 1284 Hektar in 2011 auf 1591 Hektar in 2018.»

Bauern können gemäß dem Entwicklungsprogramm «Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung» (EULLE) für bis zu einem Fünftel ihrer Ackerfläche eine Förderung erhalten und dort passende Saatmischungen ausbringen. Die Feldstreifen für Honigpflanzen sollen mindestens 5 und höchstens 20 Meter breit sein. Düngungen und Pflanzenschutzmittel sind in der Regel nicht erlaubt.

Nach Mitteilung des Umweltministeriums in Mainz wirken solche Flächen «der Blütenknappheit in der Agrarlandschaft entgegen, liefern Bienen und anderen Insekten ein zusätzliches Nahrungsangebot und tragen dazu bei, Lebensräume in der Agrarlandschaft zu vernetzen».

Mit Blick auch auf den Ökolandbau ergänzt das Umweltministerium: «Für Vögel und andere Tiere wie Feldhase, Kiebitz oder Rebhuhn wird so wichtiger Lebensraum geschaffen. Auch die Landwirtinnen und Landwirte profitieren, weil sich mehr Nützlinge ansiedeln, die wiederum den Befall durch Schädlinge reduzieren können.»

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