„Millionenprojekt“ – Kreisverkehr an der Römerbrücke soll Verkehrsfluss verbessern

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Ist-Zustand. Aus Richtung der Bahnrampe geht der Blick auf den vollständig versiegelten Römerbrückenkopf West mit unübersichtlichen Wegeführungen für Fußgänger und Radfahrer. Mit der Umgestaltung soll der Verkehr besser geordnet werden und zugleich mehr Grün Einzug halten.Foto: Presseamt

Bildquelle: Presseamt Trier

TRIER. Mit dem Bau eines Kreisverkehrsplatzes soll der Verkehrsfluss am westlichen Römerbrückenkopf verbessert werden. Der Stadtrat hat für das Projekt, das auch zur gestalterischen Aufwertung der Umgebung des Weltkulturerbes Römerbrücke beitragen soll und die Verkehrsmittel des Umweltverbunds fördert, mit einstimmigem Beschluss 3,45 Millionen Euro bereitgestellt.

Durch die Schaffung des Kreisels mit einem Durchmesser von 30 Metern werden die bisher überdimensionierten Verkehrsflächen reduziert, wobei sich die Leistungsfähigkeit des Knotenpunkts voraussichtlich sogar verbessert. Die Kreuzung bietet genügend Platz für eine grüne Mittelinsel, die nicht überfahrbar ist. Für Fußgänger und Radfahrer sollen die bisher zerstückelten Verkehrsführungen vereinfacht werden. An jeder der vier Zufahrten zum Kreisel ist eine Verkehrsinsel und ein Fußgängerüberweg geplant, der den aktuellen Sicherheitsvorschriften entspricht. Die Gehwege entlang des Kreisverkehrsplatzes erhalten eine neue Oberfläche aus Natursteinpflaster.

Auf der Römerbrücke entfallen die Abbiegespuren zugunsten eines beidseitigen Fahrradschutzstreifens. Fußgänger können dann auch offiziell auf beiden Seiten den Bürgersteig benutzen. Um die Querung der Uferstraße für den Fuß- und Fahrradverkehr zu sichern, sind auch am östlichen Brückenkopf Umbauarbeiten erforderlich. Unter anderem soll die Verkehrsinsel in der Fahrbahnmitte verbreitert werden.

Das Rathaus erwartet für das Projekt einen Zuschuss der Landesregierung in Höhe von 65 Prozent der Investitionskosten. Für den Start der Bauarbeiten wird das dritte Quartal 2018 anvisiert. Während der Bauzeit von anderthalb bis zwei Jahren muss mit Verkehrsbehinderungen und temporären Umleitungen gerechnet werden. Eine Vollsperrung des Römerbrückenkopfs ist aber nicht vorgesehen, da ansonsten die Linienbusse der Stadtwerke zu große Umwege fahren müssten.

Der Bau des Kreisverkehrs ist der erste Schritt zur Aufwertung des gesamten Brückenkopfs. In einem zweiten Abschnitt, für den der Baubeschluss noch aussteht, soll die heute als Parkplatz genutzte Fläche vor der Sparkassenfiliale mehr Grün und einen Pflasterbelag erhalten. Von hier aus führt eine breite Terrasse in mehreren Stufen zum Moselufer. Damit werden Elemente des Gestaltungswettbewerbs „Umfeld Römerbrücke“ aus dem Jahr 2012 umgesetzt. Der Römerbrückenkopf soll zu einem attraktiven Eingangstor für den Stadtteil Trier-West werden.

Die Neugestaltung soll spätestens mit der Wiedereröffnung der Schienen-Westtrasse für den Personenverkehr abgeschlossen sein. Denn der Römerbrückenkopf erschließt den neuen Eisenbahnhaltepunkt Trier-West. Für eine gute Verknüpfung zwischen Bus und Bahn werden die Bushaltestellen an der Römerbrücke barrierefrei ausgebaut. In Richtung Osten ist eine separate Busspur geplant. Außerdem sind zwei Standplätze für Taxis vorgesehen.

B-Plan für Verbindungsstraße

Mit der Aufstellung des Bebauungsplans BW 80 „Neue Verbindungsstraße West“ fasste der Stadtrat einen weiteren Beschluss im Zusammenhang mit dem Verkehrskonzept Trier-West. Die neue Trasse mit Anschlüssen an die Hornstraße und Im Speyer soll sowohl die Eurener wie auch die Luxemburger Straße vom Durchgangsverkehr entlasten. Zugleich erschließt sie das Areal des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks mit der Lokrichthalle.

(Rathauszeitung)

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