Mord wegen 50 Euro – Zehn Jahre Haft für 25-Jährigen

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Bildquelle: pixabay

KOBLENZ. Das Landgericht Koblenz hat heute, am 21.03., einen 25-Jährigen wegen Mordes im Streit um 50 Euro zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Der Vorsitzende Richter Ralf Bock sagte am Dienstag, der junge Mann habe im Oktober 2016 einem 42-Jährigen in Selters im Westerwald diese Summe geschuldet und mit einem Beil in der Hand klar machen wollen, dass er nicht an eine Rückzahlung denke.

Beim Besuch in der Wohnung des 42-Jährigen habe dieser dem Angreifer das Beil abgenommen und die Lage vorerst beruhigt. Dann habe der von seiner damaligen Freundin begleitete 25-Jährige aber überraschend mit einem Taschenmesser mit voller Wucht ins Herz des Opfers gestochen, das noch am Tatort starb.

Bock sagte, der noch am selben Abend festgenommene drogensüchtige 25-Jährige habe damals etwa 2,5 Promille Alkohol im Blut gehabt und Amphetamine konsumiert. Daher sei er vermindert schuldfähig gewesen – und komme auch zeitweise in eine geschlossene Entziehungsanstalt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Oberstaatsanwalt Manfred Stemper erwägt nach eigenen Worten die Revision. Er hatte in seinem Plädoyer lebenslange Haft wegen Mordes gefordert, Verteidigerin Maike Naumiuk dagegen maximal sieben Jahre Gefängnis wegen Körperverletzung mit Todesfolge. „Wir werden auf jeden Fall Revision einlegen“, versicherte die Anwältin.

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