Dreyer hat „Trierer für dumm verkauft!“

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Bildquelle: Peter Pulkowski / Staatskanzlei

TRIER. Nach der Ankündigung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, ihr Landtagsmandat für Trier zum 1.8. diesen Jahres niederzulegen, hagelt es von Seiten der Trierer CDU Kritik an Dreyer. In einer Presserklärung wirft Thorsten Wollscheid, stellv. Kreisvorsitzender, ihr vor, die Wähler bewusst getäuscht zu haben.

„Die Trierer SPD hat die Wähler getäuscht! Alle Bürger, die Malu Dreyer am 13. März als ihre Vertreterin gewählt haben, sprachen ihr das Vertrauen für die kommenden fünf Jahre aus. Das sie nun nach nur drei Monaten erklärt, ihr Mandat niederzulegen, erweckt den Eindruck, dass dieser Wechsel bereits vor der Wahl feststand und man nur die besseren Chancen auf den Gewinn des Direktmandates wahren wollte. Ihre Begründung, ihr Mandat nicht mit dem Amt der Regierungschefin vereinbaren zu können, ist jedenfalls vorgeschoben, denn diese Doppelbelastung hatte sie bereits seit 2013 inne und kam nicht überraschend für sie. Fair wäre
es gewesen, den Bürgern vor der Wahl reinen Wein einzuschenken. So schafft man Politikverdrossenheit unter den Wählern! Mit der Ankündigung, bei der nächsten Landtagswahl 2021 erneut als A-Kandidatin antreten zu wollen, schlägt Frau Dreyer dem Fass den Boden aus. Sie verkauft die Trierer für dumm!“ heißt es in der Erklärung.

Unterstützung erhalten Dreyer und ihr Nachfolger Sven Teuber aus den eigenen Reihen. „Wir Trierer Jusos unterstützen diese Entscheidung, da die Trennung von Mandat und Regierungsamt Malu Dreyer die Möglichkeit bietet, sich als Ministerpräsidentin mit vollem Einsatz der Regierungsarbeit der neuen Ampelkoalition zu widmen. Malu ist und bleibt natürlich dennoch Triererin und wir sind uns sicher, sie wird auch weiterhin immer ein offenes Ohr für die Belange der Menschen unserer schönen Stadt haben,“ so Eva-Maria Klein, Sprecherin der Trierer Jusos.

Erfreulich sei es darüber hinaus, dass die Region nun personell noch stärker in Mainz vertreten sein wird, denn für Malu Dreyer wird der B-Kandidat Sven Teuber in den Landtag einziehen. Der 33-jährige Gymnasiallehrer ist seit 2009 Mitglied im Trierer Stadtrat und SPD-Fraktionsvorsitzender, seit 2012 hat er darüber hinaus den hiesigen Parteivorsitz inne. „Sven Teuber ist in den vergangenen Jahren stets hochengagiert für eine nachhaltige und sozial gerechte Entwicklung unserer Stadt eingetreten. Wir sind uns daher sicher, dass Sven seine neue Aufgabe meistern wird und in Mainz die Interessen der Menschen unseres Wahlkreises sowie des Landes zu vertreten weiß. Wir Trierer Jusos wünschen ihm dabei alles Gute und hoffen auch weiterhin auf eine fruchtbare Zusammenarbeit,“ ergänzte Jens Mühlenfeld, ebenfalls Sprecher der Trierer Jusos.

12 KOMMENTARE

  1. Von Nov 16 bis Nov 17 ist sie ja turnusmäßige Bundesratspräsidentin.
    Und ich wette drauf das bis allerspãtesdens Ostern 18 Lewents das Amt des MP übernimmt. Weil sie es aus “ Gesundheitlichen Gründen “ leider nicht mehr könne.

  2. Frechheit. Teuber hätte es selbst versuchen sollen. Leider war er schon immer Zögling der MPin. Vetternwirtschaft! Meine Stimme gibt es nicht mehr für die. Kein Wunder, dass es schon unter 20% sind, die noch bereit sind, die zu wählen.

  3. @Trierer

    Ich stimme ihrer Einschätzung bezüglich „Vetternwirtschaft“ zu. Andererseits habe ich mich im März sehr darüber gewundert, dass so viele Wähler der Dame ihre Stimme gegeben haben. Das lässt Rückschlüsse auf den Intellekt und das Informationsbewusstsein der Wähler zu. Dreyer hat letztendlich die vom Vorgänger Beck zu verantwortenden Desaster immer mitgetragen.

    Viele Trierer haben auch das Wirken ihres Ehemanns nicht richtig gewürdigt, der 2006 von Dreyer massiv gepusht, in das OB Amt gehieft wurde und in der Stadtgeschichte als die übelste Fehlbesetzung eingehen wird, die wir hier jemals in diesem Amt hatten.

    Herr Teuber passt aber sicher gut in den aktuellen Landtag, unqualifiziert und seiner „Herrin“ schön ergeben. Das hat die SPD im Kalifat Dreyer gerne ….

    • Das können die doch auch auf Bundesebene hervorragend! Da kann man dann am Ende der Hierarchie die CDU an die Spitze setzen, der munter in den Arsch gekrochen wird…
      Beim besten Willen, aber diese Partei hat wirklich ihre Seele und ihre Wähler verkauft…

  4. Dreyers Entscheidung ist politisch sinnvoll und ferner im Interesse Triers produktiv.
    Im übrigen war Klaus Jensen der mit Abstand beste OB, den Trier je hatte.

    • Genau Herr Dinkelkraut, und Mielke liebte doch alle!!

      HC Jensen war ein total Ausfall, eine schlechtere Wahl wäre, im Nachhinein betrachtet, kaum möglich gewesen.

      Ich kann inzwischen verstehen, warum Dr. Dempfle aufgegeben hat.
      Solange diese alt 68, Doppelname – Grün Denke den Maßstab vorgibt, wird es nicht besser.

  5. Wenn Jensen der beste Trierer OB war, warum hat er sich schußsicheres Glas in seine Fenster einbauen lassen ?

  6. Vollkommen egal, welcher Richtung, unsere „Volksverräter“ angehören,sie sind alle fremdbestimmt bzw. gesteuert, sie dienen allen anderen Interessen, nur nicht denen – oder nur zum Teil. denen, welche sie gewählt haben.
    Das schlimme an der ganten Sache ist nur, daß wir auch eine so geartete Medienwelt haben, hierbei
    distanziere ich mich ausdrücklich, von dem Wort Lügenpresse, es ist viel schlimmer, wir haben eine
    Systhempresse, welche genau denen ergeben ist, welche vorgeschildert am Gängelband hängen.
    Darüberhinaus sind mir Personen welche immer grinsend durch die Welt latschen, suspekt!!

  7. @Dinkelkraut “ Im übrigen war Klaus Jensen der mit Abstand beste OB, den Trier je hatte. “

    Das war ein netter Witz. Unterhalten Sie sich einmal mit Leuten aus dem Rathaus, die mit dem zusammenarbeiten mussten. Die sind froh, dass mit OB Leibe endlich ein Chef im Haus ist, der nicht nur dumm daherredet, sondern etwas anpackt.

  8. Ich bin über diese Entscheidung von der Frau Ministerpräsidentin Malu Dreyer sehr enttäuscht!
    Zwar habe ich die sympathische Frau Dreyer bei der letzten Wahl nicht gewählt, dass hatte aber nix mit Ihrer Person u. Politik zu tun – sondern damit wollte ich der sPD auf Bundes-ebene einen Denkzettel verpassen. Wenn ich sie gewählt hätte, dann würde ich mich jetzt zur Weißglut ärgern, weil so eine Pfeife wie der Teuber jetzt da sitzt, wo man ihn als Wähler sicherlich nie hin gewählt hätte. Kann der eigentlich noch was anderes als Schule, ich meine hat der schon mal was geschafft? O. ist das auch so ein Oberlehrer wie Sigmar der dickliche.
    Wenn die Genossen der Bosse so weiter machen, dann können die froh sein, wenn sie bei den nächsten Bundestagswahlen 15% schaffen. Von einem Kanzlerkandidaten bei der sPD zu sprechen ist einfach abstrus!

  9. Nein, nein, nein Frau MP M. Dreyer! Ich habe Sei gewählt, ja, obwohl ich nicht SPD Mitglied bin. Dass Sie jetzt ihr Mandat zurück geben wollen zum 1.8.2016 ist sehr enttäuschend. Schliesslich haben Sie Jahrelang den Doppeljob inne gehabt und auch geschafft. Sich jetzt zur späten Stunde auf die Doppelbelastung zu berufen ist den wählern gegenüber unfair. Hätten Sie das gleich vor der Wahl gesagt, dann wären dei Wahlen anders für die SPD ausgegangen. Jetzt soll der 33-jährige, politisch unerfahrene Rotzlöffel Sven Täuber nachrücken. Was kann der Junge denn??? In die Politik gehören Leute mit Verstand und jahrelangen Erfahrung! Keine Frage; die Wähler wurden massiv verarscht. Die Quittung bekommt die Partei auf jeden Fall. Die SPD hat ihre Anhänger und Wähler ohne hin voll verraten. Sie ist nicht mehr die Partei des arbeitenden Volkes. Das unter Mühen mit Schweiß erarbeitete Geld und mithin das Steuergeld wurde in der Vergangenheit ohne Sanktionen für die politischen Dummköpfe am Regierungshebel sinnlos verschleudert. Ist das demokratisch?? Und der Verkauf ganzer Fluhäfen an ausländische Milliardäre ist keine bessere Lösung. Können wir Deutsche im eigenen Land nicht besser wirtschaften? Fremdländische Bosse lachen sich ins Fäustchen ob der großen Ohnmacht der Regierenden in unserem Lande. Sie Frau M. Dreyer, haben mit Ihrem Schritt der Politikverdrossenheit ein gutes Stück weiter geholfen. Bei der nächsten Bundestagswahl wünsche ich der maroden SPD eine haushohe Niederlage, die sich gewaschen hat. Vielleicht werden dann die Genossen wach! Ich bezweifle es jedoch stark.

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