++ Millionen-Tarif-Deal steht: Gehaltsschub im Staatsdienst – So stark steigen die Löhne jetzt! ++

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Es gibt einen Tarifabschluss für die Beschäftigten der Länder. (Symbolbild)Hendrik Schmidt/dpa

2,8 Prozent ab April 2026 – weitere Erhöhungen bis 2028 vereinbart

MAINZ. Nach langen und schwierigen Verhandlungen ist der Tarifabschluss für die Beschäftigten der Länder unter Dach und Fach. Wie das rheinland-pfälzische Finanzministerium mitteilt, steigen die Entgelte in mehreren Stufen bis Anfang 2028. Auch Auszubildende sowie Beschäftigte im Schichtdienst profitieren von zusätzlichen Verbesserungen.

Die Einigung wurde nach tagelangen Verhandlungen in Potsdam zwischen den Gewerkschaften Verdi und dem Beamtenbund dbb sowie der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) erzielt.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Die vereinbarte Entgelterhöhung erfolgt in drei Schritten:

  • Ab 1. April 2026: +2,8 Prozent, mindestens jedoch 100 Euro

  • Ab 1. März 2027: +2 Prozent

  • Ab 1. Januar 2028: +1 Prozent

Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 27 Monate und endet am 31. Januar 2028.

Neben der linearen Gehaltserhöhung wurden weitere Verbesserungen beschlossen:

  • Deutliche Anhebung der Wechselschicht- und Schichtzulagen

  • Verbesserungen für Auszubildende

Auswirkungen für Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz sind rund 37.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder tätig.

Nach ersten Berechnungen des Finanzministeriums entstehen folgende Mehrkosten:

  • 2026: rund 41 Millionen Euro

  • 2027: rund 86 Millionen Euro

  • 2028: rund 112 Millionen Euro

Landesregierung spricht von wichtigem Signal

Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Finanzministerin Doris Ahnen (beide SPD) begrüßten die Einigung. Es sei „wichtig und richtig“, dass es zu spürbaren Verbesserungen für die Beschäftigten komme.

Angesichts der vielfältigen Herausforderungen sei ein funktionierender und verlässlicher öffentlicher Dienst unverzichtbar für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Attraktive Gehälter und gute Arbeitsbedingungen seien entscheidend, um auch künftig Fachkräfte gewinnen zu können.

Hintergrund: Zähe Verhandlungen

Die Tarifrunde galt als schwierig. Inflation, Haushaltslage und Fachkräftemangel hatten die Gespräche geprägt. Mit dem nun erzielten Kompromiss soll einerseits die Belastung der öffentlichen Haushalte kalkulierbar bleiben, andererseits die Kaufkraft der Beschäftigten gestärkt werden.

Fazit

Der neue Tarifabschluss bringt den Beschäftigten der Länder spürbare Gehaltssteigerungen in mehreren Stufen bis 2028. Für Rheinland-Pfalz bedeutet dies zusätzliche Kosten in dreistelliger Millionenhöhe über mehrere Jahre – zugleich setzt die Einigung ein Signal im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.

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