Statistik: Zahlen so hoch wie noch nie – Zuwanderung in Rheinland-Pfalz verdoppelt sich

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Das Wappen von Rheinland-Pfalz; Quelle: rlp.de

BAD EMS. Im vergangenen Jahr sind so viele Menschen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen nach Rheinland-Pfalz gezogen. Sowohl aus dem Ausland als auch aus anderen Bundesländern wanderten 2022 rund 198.200 Menschen in Rheinland-Pfalz zu, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Bad Ems mitteilte. Das seien mehr als jemals zuvor seit Beginn der Aufzeichnung dieser Wanderungsbewegung Ende der 1940er Jahre.

Die Zahl der Zuwanderungen aus dem Ausland (mehr als 126.400) hat sich im Vergleich zum Vorjahr annähernd verdoppelt. Rund 92 Prozent dieses Personenkreises (rund 116.600 Personen) entfielen auf Personen nicht deutscher Staatsangehörigkeit, darunter fast 50.000 schutzsuchende Ukrainerinnen und Ukrainer, mehr als 5.300 Syrerinnen und Syrer sowie rund 3.300 Afghaninnen und Afghanen.

Eine weitere große Gruppe ausländischer Zuwanderinnen und Zuwanderer entstammt mittel- und osteuropäischen EU-Staaten, für die seit 2011 bzw. 2014 die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt. Die nach wie vor größte Zuwanderungsgruppe in dieser Kategorie stellten rumänische Staatsangehörige (rund 12.100). Am zweit- bzw. dritthäufigsten waren Bulgarinnen und Bulgaren (rund 5.300) bzw. Polinnen und Polen (fast 5.000) vertreten.

Etwa 127.700 Menschen zogen laut Statistikamt vergangenes Jahr aus Rheinland-Pfalz weg. Unter Beachtung der Geburten und Sterbefälle wuchs die Bevölkerung im Bundesland wegen des großen Zuzugs 2022 auf rund 4,16 Millionen Menschen.

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