Heftige Misshandlungs-Vorwürfe: Hilfeeinrichtung in der Eifel soll geschlossen werden!

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Symbolbild // dpa

Heftige Vorwürfe gegen eine Pflegeeinrichtung in der Eifel. Wie der SWR berichtet, will die zuständige Landesbehörde die Jugendeinrichtung in Baar Wanderath-Wanderath nun komplett schließen und die Erwachseneneinrichtung an einen neuen Träger vergeben.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft ist schwerwiegend: Zwei Mitarbeiter der Einrichtung, eine 49-jährige Frau und ein 62-jähriger Mann sollen in mehreren Fällen Bewohner der Einrichtung ohne ersichtlichen Grund in einen verschlossenen und fensterlosen so genannten Deeskalationsraum gesperrt haben. Außerdem sollen sie Jugendliche und junge Erwachsene körperlich misshandelt haben, heißt es von der Staatsanwaltschaft Koblenz.

Bereits Mitte des vergangenen Monats kam es zu einer Razzia sowohl in der Einrichtung, als auch in den Wohnungen der Beschuldigten. Das Material werde nun von Polizei und Staatsanwaltschaft ausgewertet. Die Beschuldigten schweigen zu den Vorwürfen.

Nach Angaben des Südwestrundfunks, leben wohnen aktuell in der Einrichtung in Wanderath sechs Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren und 42 Erwachsene. Die Jugendlichen sollen nun in anderen Einrichtungen untergebracht werden, für die Erwachsenen soll ein neuer Träger und eine neue Hausleitung gefunden werden, berichtete der SWR.

Die Einrichtung in Baar-Wanderath (Kreis Mayen-Koblenz) wurde vom Unternehmen Case Project GmbH betrieben. Das «Team Wallraff» berichtete im März im RTL-Fernsehen über Maßnahmen wie Essensentzug und Zwangsaufenthalte in einem Raum ohne Tageslicht und Toilette.

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