Duell der Enttäuschten – TBB Trier gastiert in Bayreuth

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Finanzsorgen, schlechte Leistungen und dann das noch: TBB-Coach Henrik Rödl fühlt sich von Schiedsrichter Nesa Kovacevic benachteiligt.

TRIER. Diese Konstellation hätte vor der Saison 2014/15 niemand erwartet. Am 30. Spieltag der Basketball-Bundesliga treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich vielleicht in der kommenden Saison in der zweiten Liga wiederfinden. Die TBB Trier, die nach dem Antrag auf Insolvenz und Punktabzug nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt besitzt gastiert bei medi Bayreuth (Montag, 17 Uhr, Oberfrankenhalle), das sich nach acht Niederlagen in Serie im freien Fall befindet.

Im Sommer hatte das Team von Trainer Mike Koch, das endlich einmal die Playoffs erreichen wollte, als Weichenstellung dafür Triers Besten an den Main gelockt. Trevon Hughes, überragender TBBler der Vorsaison mit 14,9 Punkten, 3,9 Rebounds und 3,6 Assists war vor Jahresfrist Triers Garant für den Klassenerhalt. Der beste Balldieb der Liga (2,2 Steals) sollte für den Qualitätssprung sorgen. Aber, trotz sogar noch leicht verbesserter Werte gegenüber dem Vorjahr wurde Hughes geschafft. Eine Maßnahme, die vielerorts Kopfschütteln hervorrief, und, das steht jetzt fest, ein Rohrkrepierer war, denn besser wurde nichts.


Trotz eines exzellent besetzten Kaders – für TBB-Coach Henrik Rödl, den langjährigen Weggefährten Kochs im Nationalteam war Bayreuth „eindeutig ein Playoff-Kandidat – kamen die Oberfranken nicht mehr ins Rollen. Spätestens nach der Heimpleite gegen Bremerhaven am Gründonnerstag geht in der Wagnerstadt die Abstiegsangst um. Nicht nur die Niederlage an sich, die achte in Serie, sondern vor allem die Höhe des Resultats ist beängstigend: 66:91 – ein Debakel.

An Geld mangelt es den Oberfranken, anders als den Moselanern, nicht. Für Hughes wurden gleich zwei Spieler verpflichtet: Je’Kel Foster, der in der Beko BBL bereits für Oldenburg, München und Berlin gespielt hat, ist fürs Scoring zuständig, er erzielt 14,1 Punkte im Schnitt. Den Spielaufbau übernimmt Jason Brickman (7,5 Punkte, 4,8 Assists). Dennoch hat Bayreuth Personalsorgen, denn Center und Topscorer Javon McCrea (14,7 Punkte, 5,5 Rebounds) fällt für den Rest der Saison aus. Power Forward Brandon Bowman muss es nun unter den Körben richten. 13,2 Punkte und 5,2 Rebounds gehen auf sein Konto, zuletzt erzielte er 20 Punkte gegen Bremerhaven.

TBB-Trainer Henrik Rödl blickt auf die letzten Tage zurück: „Die Woche vor dem Göttingen-Spiel war so turbulent, dass es nicht möglich war, die tolle Atmosphäre und die Aktionen der Fans mit einer besseren Leistung zu belohnen. Das war eine ganz besondere Stimmung, wir waren alle wirklich beeindruckt.“

Den Rückhalt der Fans gilt es jetzt mitzunehmen, zudem scheint das Schlimmste überstanden: „Die Situation ist jetzt etwas entspannter, aber immer noch längst nicht normal“, beschreibt es der Headcoach. „Wir haben versucht, diese Woche etwas geordneter zu arbeiten, wir wollen uns jetzt fokussiert auf das Spiel in Bayreuth vorbereiten. Wir treffen auf eine Mannschaft, die nicht so gut funktioniert, wie Göttingen das getan hat. Bei Bayreuth läuft nicht rund. Aber man muss sie auswärts immer ernstnehmen, egal wer auf dem Feld steht. Das Team sieht anders aus als im Hinspiel. Foster und Brickman haben das Spiel verändert.“

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