Wildparken in Trier – Stadt zieht Bilanz

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Hier wurde ein Falschparker abgeschleppt.

Bildquelle: Wikipedia

TRIER. Mit insgesamt 1,4 Millionen Euro haben Falschparker im vergangenen Jahr die Stadtkasse gefüllt. Eine Summe, die schon lange nicht mehr erreicht wurde. Förmlich explodiert ist die Zahl der Einsätze der Abschleppwagen. Sie verdoppelte sich gegenüber dem Jahr 2013. Dies konnte Ordnungsdezernent Thomas Egger jetzt bekannt geben.

Insgesamt 31 Mitarbeiter sind im Ordnungsdezernat der Stadt Trier für die Verkehrsüberwachung zuständig. 18 dieser Mitarbeiter sind als Vollzeitkräfte im Außendienst beschäftigt, vier versehen diese Aufgaben in Teilzeit. Insgesamt verteilten sie im letzten Jahr 82 200 Verwarnungen. Das sind zwar 1600 weniger als 2013, aber die Einnahmen sind von 1,22 Millionen auf 1,4 Millionen angewachsen. Hierbei dürften die geänderten Beträge des Bußgeldkatalogs auch eine Rolle gespielt haben.

Im Juli hatte lokalo.de mit etlichen Beiträgen über die teilweise katastrophalen Verhältnisse bezüglich falsch abgestellter Fahrzeuge in Trier berichtet und mit dem Thema „Wildparken“ eine breite Diskussion ausgelöst. Der Ruf nach dem verstärkten Einsatz von Abschleppwagen wurde immer lauter. Die Folge war eine gründliche Überarbeitung der Dienst- und Einsatzpläne im Hause Egger und eine intensive Schulung, wie mit dem alarmieren des Abschleppdienstes umzugehen sei.

Die Schulung hat offensichtlich etwas gebracht, denn gegenüber 406 Hakenaktionen in 2013 waren es im vergangenen Jahr 800 Fahrzeuge, die weggeschafft wurden. Den Löwenanteil an den Einnahmen stellen fehlende oder abgelaufene Parkscheine. Verstöße gegen Halt- und Parkverbote machen 18 Prozent, Parken auf Geh- und Radwegen 15 Prozent der geahndeten Vergehen aus.

Eine Diskussion über eine Aufstockung der Personaldecke führte Egger im nichtöffentlichen Teil der Dezernatssitzung, aber schon im öffentlichen Teil zeigte ein Diskussionsbeitrag von Rainer Lehnart (SPD), dass sich hier etwas bewegen soll. Es sollen wohl vier neue Stellen eingerichtet werden, die vor allem in den Abendstunden und am Wochenende im Einsatz sein sollen. Lehnart sagte: „Die Wochenenden sind ein rechtsfreier Raum.“ Im Gespräch mit lokalo.de sagte er: „Es ist zwar das eine oder andere in Bewegung gekommen, aber es muss sich noch sehr viel tun. Wer am Sonntag durch die Innenstadt geht, erlebt an vielen Stellen die wilde Parkerei. Aber mit der aktuellen Personalstärke wird das wohl kaum veränderbar sein.“

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36 KOMMENTARE

  1. Was soll das sein ? … selbsterteilte Ruhmeseinheiten ?
    Wenn die meinen sie hätten etwas geleistet, Fehlanzeige. Nach wie vor, wo man hin kommt steht und sieht, Falschparker bis zum abwinken, es kommt keiner kontrolieren. Bei uns in der Straße waren es heute bestimmt schon weit über 50 Falschparker, alle ungeschoren davon gekommen.

    Vorgestern auf dem Weg zur Post, Margaretengässchen steht wieder rappelvoll wie immer, nicht ein einziges Fahrzeug mit Knöllchen, siehe Bild.
    http://up.picr.de/20890854mh.jpg
    Sowas spricht für sich anstatt das man mal n Dutzend Abschlepper anruft und in der Fußgängerzone aufräumt, Pustekuchen.
    Die Tage im Alleencenter gewesen, Ecke Bahnhof, steht alles voll, 30 Min. Höchstparkdauer, so wie aussah und sieht kann man da wohl 3 Schaltjahre parken ehe mal kontrolliert wird.
    Nur in der Metzelstraße für jeden Falschparker einen Euro, der nicht kontrolliert wird, man hätte ein gesegnetes Monatseinkommen wovon man sonst nur träumt.
    Heute Nachmittag durch die Johannisstraße gekommen (verkehrsberuhigende Straße, kein Parken erlaubt, steht wieder rappelvoll), Kontrolle Fehlanzeige. Saarstraße, genauso schlimm.

    Eher ist die Porta in Staub zerfallen als man hier in der Stadt von Kontrollen sprechen könnte.

      • Ich kann es nicht mehr hören, das Rumgeheule „es fehlen Parkplätze“.
        Ausser an wenigen Tagen in der Vorweihnachtszeit sind immer genug Parkplätze in den dafür vorgesehenen Parkhäusern zu finden. Die Ausrede mit fehlenden Parkplätzen ist doch nur vorgeschoben, weil die Leute zu faul sind, drei Meter zu laufen.
        Würden Bewohner der näheren Innenstadt nicht für 1 km mit dem Auto fahren, gäbe es noch viel mehr Parkplätze in den Parkhäusern.

        • Ich kann es nicht mehr hören dieses dümmliche Gelaber von den Anliegern die für einen Kilometer angeblich ihr Auto bewegen! Wenn es genug und billige Parkplätze gäbe würden die Leute auch nicht falsch parken!

          • Es gibt genug Parkplätze. Und die sind auch noch billig. Genau das ist z.B. ein Grund für den vielen Verkehr in Trier.
            Leider ist das den meisten Leuten offenbar noch nicht billig genug, und man versucht mal schnell kostenlos irgendwo zu parken, z.B. auf dem Domfreihof.
            Parken sollte erheblich teurer werden und Busfahren erheblich billliger (und im Umland vor allem außerhalb der Schulzeit möglich sein). Dann lösen sich die Probleme fast gänzlich auf!

          • @eumel: der Grund für den vielen Verkehr in Trier ist in erster Linie , daß Trier für Touristen eine attraktive Stadt,bzw ein oberzentrum für ca 350000 Menschen ist!
            Ein weiterer Grund ist, daß Leute ihres Schlages seit Jahren einen Moselaufstieg bzw eine Stadtumfahrung verhindern!

    • Sehe ich auch so. Alibihaft wurde jetzt tatsächlich mal hier und da abgeschleppt; so habe ich mit eigenen Augen gesehen, wie Samstag gegen 17 Uhr (!!!) auf dem Domfreihof alles abgeschleppt wurde, was dort stand. So oft wie da habe ich noch nie Autos innerhalb einer Minute zweimal durch die Liebfrauenstraße fahren sehen.
      Leider nach wie vor zu inkonsequent. Alle aufgezählten Punkte kann ich bestätigen und könnte auch noch weitere Straßen nennen, wo ebenfalls nie was passiert.
      Würde man konsequent an diesen Orten das Falschparken ahnden, dann würden sich die Einnahmen vervielfachen. Das zeigt vor allem die Tatsache, daß nur 33% der Einnahmen aus den viel kritisierten Vergehen stammen. Das zeigt aber auch, daß in 2014 die Prioritäten noch falsch lagen.

      • Da sieht man es mal, selbt wenn dann die Kräfte mal vor Ort sind, wird noch bewußt und vorsätzlich dorthin gefahren um zu parken. N Stunde später haben bestimmt woeder etliche Fahrzeuge dort gestanden.
        Und das ist es ja auch was hier in der ganzen Stadt fehlt und nicht gemacht wird, es fehlt die Kontrolldichte. Was nützt es bei den Kurzzeitparkplätzen und sonstigen wenn man eventuel einmal am Tag dort vorbei geht, gar nichts. Warum geht man nicht nach 2-3 Stunden nochmal durch und man ist schon bei einem Verwarngeld bei 30 Euro. Und bei Überschreitung der Parkzeit um mehr als 3 Stunden darf ebenso abgeschleppt werden wie anderswo, nur das wird ja alles hier nicht gemacht. Würden diese Kurzzeitparkplätze mal den Erfordernissen nach kontrolliert, man hätte ein zehnfaches an Einnahmen und Parkplätze ohne Ende.

  2. Nach den Zahlen (hab jetzt mal zeitlich mit 19 Kräften a´40 Std/Woche und 20 % Krankenstand +
    30 tage Urlaub gerechnet) komme ich auf ~ 30.000 Kontrollstunden. Das sind Pro Mitarbeiter und Stunde
    ~2,8 Verwarnungen. Da sehe ich noch viel Luft nach Oben. nach unten jedoch nicht. Und die Abschleppzahlen: In Düsseldorf ( 6fache Einwohnerzahl) werden 300 Autos Abgeschleppt. Pro
    Tag! In Trier keine 3 .
    42 % der Verwarnungen kommen aus der Parkraumbewirtschaftung. Also abgelaufenen Parkuhren/ Parktickets.
    Nur 18 % wegen Parken in Halteverboten. Ich behaupte jetzt mal: wenn man mehr in die Stadtteile geht,
    kann man diese Quote, die ja auch höhere Verwarngelder beinhaltet , erheblich steigern. Vielleicht ist das ja auch der Grund, warum in der Bitburgerstraße, in der Riverisstraße und in der Pluwigerstraße seit Monaten abgemeldete Autos stehen dürfen. Eins ist sicher: In Köln traut sich niemend mit seinem Auto vorm Dom Portal zu parken- das Auto wäre weg, noch bevor die Finger im Weihwasser feucht wären. In Trier kann man jedoch nach dem Hochamt immer noch essen gehen und das Auto steht auf dem
    Domfreihof.

    • Ich war ja schon überrascht, daß die Abschleppquote in Trier mehr als 1 Auto pro Tag ist. Oder hat man da etwa Unfall- und Pannenfahrzeuge mit eingerechnet?

  3. Also auf dem Petrisberg tut sich etwas, bereits seit einigen Wochen wird abgeschleppt und es werden Knöllchen verteilt. Es ist nur seltsam, dass nicht alle Falschparker eine Verwarnung erhalten, ein Prinzip ist nicht erkennbar. Es ist auch wirklich schlimm, Grünanlagen werden zerstört, Einfahrten zugestellt, nur um nicht ein paar Meter laufen zu müssen. Wenn man richtig sucht, bekommt man in der näheren Umgebung genug Parkplätze. Die meisten Besucher des Arzthauses oder der Augenklinik haben aber keinen Bock, ein kleines Schrittchen zu investieren. Die Augenklinik hat einen eigenen Parkplatz, aber der ist für viele Leute zu weit weg. Ist ja Arbeit, erst Patienten abliefern, dann Parkplatz aufsuchen. Es sollte Jeder froh sein, dass Parken auf dem Petrisberg an den richtigen Stellen noch immer kostenlos ist.

  4. Vorhin zufällig vorbeigekommen, n Streife ist am Frankenturm am kontrollieren, verteilen brav ihre 30 Euro Knöllchen und ziehen weiter.
    Am Frankenturm ist ausgewiesene Fussgängerzone, wen jucken 30 Euro, keinen. Warum greift die Streife nicht ein und durch und ruft die Abschlepper an damit die Leut mal für ihre vorsätzliche Faulheit etwas mehr blechen müssen.
    Nee, es passiert nichts.
    Ab durch die Mitte und bloß keine Mehrarbeit, in dieser Stadt, Falschparkerkontrollen sind und bleiben eine Farce.

    • Die Strafen sind sowieso ein Witz. Gerecht wäre es, wenn man diese an die Strafen für Schwarzfahren anpassen würde. Schließlich ist beides ein Erschleichen von Leistungen.
      Leider kann die Stadt dahingehend aber nichts ändern. Deshalb verstehe ich es auch nicht, wieso man nicht das Maximum rauszuholen versucht, indem man die maximal mögliche Strafe verhängt. Und die ist in der Fußgängerzone nun mal Abschleppen!
      Wie ich schon schrieb, sind die paar Abschleppaktionen nicht mehr als Alibi.

      • Da haste recht, die Strafen sind ein Witz, leider bundeseinheitlich geregelt. In den Niederlanden kostet Falschparken auf dem Bürgersteig z.B. 90 Euro, das ist schon n andere Zahl und dürfte die meisten wohl davon abhalten.
        Aber man könnte auch so viel mehr daraus machen wenn ma nur wollte, aber man will ja nicht. Es fehlt hier an jeglicher Kontrolldichte. Ich hab noch nier hier gesehn oder mitbekommen das man mal nach 2-3 Stunden nochmal durchgeht und die Verwarngelder erhöht. Wenn man dann den Jahresbericht so sieht, man könnte das x-fache an Einnahmen machen wenn man wie gesagt nur wollte.
        Zudem hat man anderswo auch längst auf modernere Technik aufgerüstet was die Arbeit um einiges flüssiger und effizenter macht und hier ?

  5. Falsch, es sind genug Parkplätze vorhanden. Man kann am Messepark und Fh sein Auto kostenlos abstellen, muss nur ein paar Euros für nen Bus locker machen. Aber dafür sind sich die meisten zu Schade und die Stadt kennzeichnet die P&R Parkplätze nicht ausreichend, nur an den Adventswochenende und das ist einfach zu wenig.

  6. Wie die Rathauszeitung schreibt …

    So werden für die Errichtung von versenkbaren Pollern in der Zufahrt zum Dom und in der Zufahrt zum Kornmarkt zusätzlich 60.000 Euro im Haushalt bereit gestellt. Damit reagiert der Stadtrat auf den Vorschlag „Beschlossene Sperrung der Fußgängerzone für Autos durchsetzen“.

    http://www.trier.de/icc/internet_de/nav/dbd/broker.jsp?uMen=dbd309d6-0de6-ad31-c0fb-47a2032ead2a&uCon=54030f3e-0173-7b41-2f19-bd46a348b027&uTem=63f7089a-29fc-6c31-e777-d8b132ead2aa

    Einerseits erfreulich, anderseits beschämend das man es nicht mit normalen Mitteln schafft bzw. nicht willens und bereit dazu ist die Fussgängerzonen Autofrei zu halten.

  7. Das finde ich einerseits löblich, aber andererseits könnte man das auch anders lösen. Statt daß man Einnahmen mit Falschparkern erzielt und diese nebenbei noch erzieht, indem diese ihren Wagen von der wo auch immer gelegenen Verwahrstelle abholen müssen, gibt man jetzt Geld aus, was man eigentlich nicht hat bzw. woanders sinnvoller einsetzen könnte.
    Wenn schon Poller, wären diese an den Busspuren Treviris und Margarethengäßchen/Porta Nigra sinnvoll.

  8. Gestern unfassbares erlebt: Während dem Konzert vor dem Dom kommen 4 dreiste und unsympathische Saarländer in ihrem Autochen angerüttelt, halten sich einen ab indem sie drehen und wenden, fahren dabei fast in den Domeingang hinein und parken dann unmittelbar vor der Tür. Viel näher vor der Tür geht nur, wenn zwischen Domstein und dem Bettler (die Bettler hatten gestern übrigens um 16:30 h Schichtwechsel, auch unfassbar) KEINE Menschen mehr durchkommen sollen.

    Die Polizei war auch kurz da, aber offensichtlich wahrscheinlich nicht wegen der dreisten Schwenkbraten.

    Selbst die Mitarbeiter der Kirche waren bei so viel Dreistigkeit der Saarländer irritiert. So krass wie die vor dem Dom geparkt haben, dachten die wahrscheinlich das sei der Papst selbst gewesen.

    Hier ein Foto: http://fs1.directupload.net/images/150420/47ui3ut7.jpg

    • Selbst zu den Heilig Rock Tagen wo tausende Besucher kommen, ist man einfach nicht willens und bereit den Bomfreihof von Falschparken zu befreien. Im Weberbach stehen wieder dutzende von PKW’s auf den Busparkplätzen, selbst heute Nachmittag noch gesehn.

      So eine Lobby für Falschparker wie hier in Trier, dürfte wohl einmalig auf der Welt sein.

        • Wenn der Verkehr behindert wird, und dazu zähle ich auch Fuß und Radverkehr, muss die Polizei sogar tätig werden!

          • Leider nur bei Straftaten. Die Polizei verweist immer auf die Selbstverpflichtung der Stadt ( von vor ca. 20 Jahren) und das Oppunitätsprinzip. Und wenn die mal kommen: Die Fußgänger können ja auf andere Seite gehen/ Wenn unser Streifenwagen durchkommt, kommt die Feuerwehr auch/ müssen für Kosten in Vorleistung treten/ Übernehmen nicht die Aufgaben der Verwaltung/ kein personal/keine Zeit usw usw

  9. Sonntagmorgen am Stockplatz: Verkehr wie am Metzer Bahnhof, denn es stehen genügend Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Es wird nicht kontrolliert.

  10. Vorbild Parkplatz Netto-Markt (Hawstrasse/Saarstrasse):
    Der Parkplatz ist Privatgelände (nicht offensichtlich). Schilder weisen daraufhin, dass eine Parkscheibe zu nutzen ist. Die Kontrolle ist an ein privates Unternehmen namens Park-Control GmbH delegiert. Wer die erlaubte Parkzeit überschreitet oder die Parkscheibe nicht zur Hand hat erhält bereits gnadenlos nach 5 Minuten einen privaten Strafzettel über 30 EUR verpasst. Die Kontrolleure sind allzeit auf der Lauer. Der Straf-Betrag wird anschließend kompromisslos eingetrieben.
    Das schadet zwar enorm der Kundenanbindung, ist aber wirksam.

  11. ich versuch es mal sachlich, die KfZ Steuer war doch bis 2009 eine Landessteuer, die Erträge sind recht hoch, nicht ganz 10Mrd€, die Straßen sind in einem nicht mehr als gut zu bezeichnenden Zustand, man könnte regional von einer Zumutung sprechen, in den Städten wird der mögliche Parkraum zu Gunsten anderer Verkehrsträger, die kaum der Nutzung erfahren, reduziert. Wie sollen die Menschen reagieren? Wenn ein Familienoberhaupt sein Einkommen für Wohnen, Essen, Trinken, Strom(inzwischen bei ca. 30€Cent und weiter steigend, in Frankreich sind es 9€Cent) gezahlt hat, dann ist nicht mehr viel vorhanden, jetzt kommt er in eine Stadt und soll hier noch dafür zahlen, dass sein Fahrzeug dort steht, 2 oder 3 € pro Stunde sind für Staatsvertreter nicht viel, für den Arbeiter aber schon. Das Ergebnis sieht man auf den Straßen der Städte.

  12. @Helmut Heibel: wenn man sich 2 oder 3 Euro für ein Parkticket nicht leisten kann: Auto verkaufen! Oder seltener in die Stadt fahren. Dieses Argument rechtfertigt in keinster Weise falsch zu parken.
    Was soll die Grundlage hier sein? Ist es mir persönlich zu teuer, also halte ich mich an keine Regel?

    Nein, wie schon bei den Blitzern sollte auch die Stadt viel mehr kontrollieren. Nur über den Geldbeutel lernen es die renitenten Regelverweigerer.

  13. @Jan, genau das passende Argument!
    Auch wenn Sie es sich als verwöhnte Wohlstandskind nicht vorstellen können, wenn sie in der Eifel oder im Hunsrück wohnen, dann geht es ohne Auto nicht !!!! Und wenn Sie die mit Steuern überladenen Treibstoffpreise bezahlt haben dann ist Ebbe in der Familienkasse. Fahren Sie doch einmal von einem einem Vorort in die Stadt unter Ausnutzung des OPNV, das kann sich ein normaler Arbeiter garnicht leisten!!!!

    Und weil das so ist und die Menschen das bemerkt haben wählen Sie nicht mehr die ARD und ZDF Einheitsparteien sondern die Alternative!!!!
    Jetzt werden Sie schreiben, was das Parken mit wählen zu tun hat, und ich werde dann Antworten, das alles mit allem zu tun hat. Es gibt nur das Gesamtpaket!!!!

    • Kann ich nur so bestätigen! Wir haben uns extra ein zweites Auto angeschafft, weil das im täglichen Bedarf einfach günstiger ist. Allerdings müssen dann auch entsprechende Parkplätze ausgewiesen werden, die dann auch bezahlbar (!) sind! Der Punkt ist nämlich, dass wenn an dieser Stelle eine Art Wucher entsteht, keiner mehr bereit ist, Parkgebühren zu bezahlen! Das Argument hier ist dann schlicht, dass man nicht einsieht, für 2 Stunden Parkzeit 3,60 EUR zu bezahlen – was ich im Übrigen auch unverschämt finde! Da wird sich dann meist gar kein Ticket gezogen und wenn man dann 1 x nach vielem unbemerkten Parken ohne Ticket erwischt wird, nimmt man das gern so hin, weil es immer noch günstiger ist.
      Von den Preisen des ÖPNV mal abgesehen. Ich fahre einen V8 und komme damit auf dieselben Kosten, bin aber deutlich gemütlicher und flexibler unterwegs.
      Und was das Parken im Parkverbot angeht: Trier ist auch eine Touristenstadt! Entweder man entwickelt ein gescheites Konzept, um den Andrang zu vernünftigen Preisen bewältigen zu können oder es wird da geparkt, wo gerade Platz ist. Was soll man denn auch noch machen, wenn man schon 20 km mit dem Auto in die Stadt gefahren ist? Aufgrund von Parkplatz-Mangel wieder nach Hause fahren?
      Ich heiße damit nicht gut, dass so unmöglich geparkt wird und tue es selbst auch nicht. Aber dass erst einmal an anderer Stelle Verbesserungsbedarf besteht, bevor es mal wieder nur auf die Kosten der Autofahrer geht, sollte eigentlich klar sein…

  14. an Helmut Heibel,
    diese Argumente sind absoluter Unsinn. Regeln sind dazu da, eingehalten zu werden. Es kann nicht Jeder machen, was er will, hier tritt wieder der heutige reine Egoismus und die Rücksichtslosigkeit zu Tage. Die Spritpreise sind momentan auf Rekordtief, ein Parkticket ist also immer drin. Mehr Struktur im Leben oder ein wenig mehr Willen, dann klappt das auch mit dem Parken.

  15. an Der Trierer,
    Sie folgen meiner Argumentation nicht, oder missverstehen mich, der Treibstoffpreis besteht auch heute zu ca. 72% aus Steuern, damit ist Stand heute, der denkbar niedrigste Preis erreicht, tiefer geht nur durch staatliche Zurückhaltung, die es nur schwer geben wird.
    Ihre Argumentation bzgl. der Regeln finde ich nicht einfach, natürlich muss man Regeln einhalten, nur wenn die Menschen zu Handlungen gezwungen werden, die übertrieben sind, dann wird die Durchsetzung schwer!
    Es gab früher einen Kornmarkt, den Dom Freihof, den Viehmarkt, die Mustorstr. usw. hier war das Parken nicht schön, aber möglich, dann kamen die Ideen der autofreien Stadt, und HC Jensen musste das haben! Monheim sei dank, wurde das alles denkbar dumm umgesetzt! Das Ergebnis können Sie sich heute ansehen, nette Piktogramme aufder Fahrbahn, eine nicht benutzte Unterführung an der Porta Nigra, etc.
    Ich ertrage es auch kaum, wenn ich sehe, wie denkbar ungeschickt und/oder egoistisch mancher Zeitgenosse sein Stahlross parkt! Nur nötig wäre das alles nicht!

    • „Es gab früher einen Kornmarkt, den Dom Freihof, den Viehmarkt, die Mustorstr. usw. hier war das Parken nicht schön, aber möglich, […]“

      Ja, und die Älteren wissen noch, wie sch… Deutschlands älteste Stadt damals aussah. Jeder Mensch mit einem Sinn für Ästhetik knapp über der Nachweisgrenze wird die Zustände von damals nicht vermissen.

      • @grindekatze

        Ihre Aussage ist absolut korrekt, ich wollte das Trier der 80er Jahre auch nicht mehr haben, dass widerspricht aber nicht meinem Argument!
        Wenn ich etwas wegnehme, dann muss ich auch einen angemessenen Ersatz schaffen.
        Ich hoffe nur, dass es in ein paar Jahren sowieso anders sein wird. Wenn ich mir die Entwicklung der Selbstfahrkabinen ansehe, dann wird es in absehbarer Zeit keinen Individualverkehr in den Städten mehr geben, und das wäre auch gut so.

  16. Da fällt mir gerade ein: Werden eigentlich die Führerscheine der Kriegs-, Wirtschafts, und sonstigen Flüchtlinge hier anerkannt. Wenn die auch Ihre Pässe meist verloren haben, die Führerscheine wurden doch sicherlich getrennt aufbewahrt 😉

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