Cannabis-Anbau in Deutschland legal – aber wie funktioniert es eigentlich?  

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Foto: pixabay

Mit der Legalisierung von Cannabis ist es volljährigen Personen im Rahmen des Gesetzes erlaubt, Hanf anzubauen. Bis zu drei Pflanzen mit maximal 50 Gramm sind zulässig, allerdings muss es sich um erlaubtes und zugelassenes Saatgut oder um Pflanzen von einem Cannabis-Social-Club handeln. Aber was passiert eigentlich mit dem Samen und welche Unterschiede gibt es? 

Autoflowering und vieles mehr: Diese Samen gibt es 

Cannabis-Samen unterscheiden sich nicht nur in Sorte und Wirkung, sondern auch in ihrem Wachstumsverhalten. Besonders häufig fallen dabei Begriffe wie feminisiert, regulär oder Autoflowering. 

Reguläre Samen gelten als klassische Variante. Aus ihnen können sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen entstehen. Das klingt zunächst unkompliziert, bringt aber einen Haken mit sich. Nur weibliche Pflanzen bilden die Blüten, die später genutzt werden. Männliche Pflanzen müssen früh erkannt und entfernt werden, damit sie die weiblichen Pflanzen nicht bestäuben. 

Feminisierte Cannabis Samen kaufen nimmt Hobby Growern viel Arbeit ab. Diese Samen wurden so gezüchtet, dass daraus fast ausschließlich weibliche Pflanzen wachsen. Das spart Platz und reduziert unerwartete Überraschungen. 

Autoflowering Samen funktionieren etwas anders. Diese Pflanzen beginnen nach einer bestimmten Zeit automatisch mit der Blüte, unabhängig vom Lichtzyklus. Genau deshalb sind sie bei vielen Einsteigern beliebt. 

Vorgezüchtete Samen für absolute Einsteiger 

Nicht jeder möchte bei null anfangen. Vorgekeimte Samen oder junge Stecklinge machen den Einstieg deutlich einfacher. Der heikle Keimprozess entfällt, weil die erste Entwicklungsphase bereits abgeschlossen ist. 

Gerade am Anfang scheitert der Anbau oft nicht an mangelnder Motivation, sondern an kleinen Fehlern. Zu viel Wasser, zu wenig Wärme oder ungeeignetes Licht reichen oft schon aus, damit ein Samen nicht aufgeht. 

Vorgezogene Pflanzen reduzieren dieses Risiko deutlich. Sie sind bereits stabiler und verzeihen kleinere Anfängerfehler eher als frisch gekeimte Samen. 

Diese Pflege brauchen Cannabis-Samen zum Gedeihen 

Bevor aus einem Samen eine Pflanze wird, braucht es passende Bedingungen. Wärme, Feuchtigkeit und Sauerstoff spielen dabei die wichtigste Rolle. 

Viele lassen Samen zunächst zwischen feuchten Tüchern keimen. Sobald sich eine kleine Wurzel zeigt, wandert der Samen vorsichtig in Erde oder ein anderes Anzuchtmedium. 

In den ersten Tagen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Die Erde sollte feucht bleiben, aber nicht nass sein. Zu viel Wasser kann dazu führen, dass der Samen fault. 

Auch Licht wird schnell wichtig. Spätestens nach dem Keimen benötigt die junge Pflanze ausreichend Helligkeit, damit sie kräftig wachsen kann. 

So lange braucht die Pflanze, um zu blühen 

Wie lange Cannabis bis zur Ernte braucht, hängt stark von der Sorte ab. Autoflowering Pflanzen sind oft nach acht bis zwölf Wochen erntereif. 

Klassische photoperiodische Pflanzen benötigen mehr Zeit. Zunächst wachsen sie in der vegetativen Phase, bevor die Blüte beginnt. Insgesamt vergehen bis zur Ernte häufig drei bis fünf Monate. 

Geduld gehört deshalb zum Anbau dazu. Eine gesunde Pflanze entwickelt sich nicht über Nacht. 

Cannabis-Pflanzen dürfen nur zum Eigenbedarf genutzt werden 

Auch wenn der private Anbau legal ist, gelten weiterhin klare Grenzen. Die Ernte darf ausschließlich für den Eigenbedarf verwendet werden. Verkauf oder Weitergabe bleiben verboten. 

Wichtig ist außerdem, dass Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Pflanzen oder geerntetem Cannabis haben. Ein sicherer Standort ist daher Pflicht. 

Legaler Cannabis-Anbau heißt also nicht, dass es keine Kontrolle mehr gibt, sondern dass auf das Verantwortungsbewusstsein der Menschen gesetzt wird. Wenn man sich mit Themen wie Saatgut und Pflege, aber auch mit den gesetzlichen Vorgaben beschäftigt, ermöglicht das eine gute Grundlage für den Eigenanbau.  

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