URMITZ. Wer kennt das nicht: Der Lieblingsfriseur kennt jeden beim Namen, schneidet seit Jahren die Haare der ganzen Familie – und kämpft dabei still und leise mit den gleichen Problemen wie viele andere Handwerksbetriebe auch. Fachkräfte finden, mit der Digitalisierung Schritt halten, den Salon wirtschaftlich am Laufen halten. Und das alles meistens allein. Genau das soll sich jetzt ändern.
Gemeinschaft für Friseure
Am 31. Mai wurde im rheinland-pfälzischen Urmitz offiziell InnuNet Friseure ins Leben gerufen – ein Netzwerk und Vorteilsprogramm des Landesverbandes Friseure und Kosmetik Rheinland, das Friseurinnen und Friseure, die einer Innung angehören, erstmals als echte Community zusammenbringt. Rund 120 Gäste aus der Branche erlebten den Startschuss eines Projekts, das die klassische Innungsmitgliedschaft mit modernen, ganz konkreten Alltagsvorteilen verbindet.
„Die Botschaft dahinter ist klar: Wer einer Innung angehört, ist ab sofort Teil von mehr als einer Berufsorganisation – er oder sie ist Teil einer aktiven Gemeinschaft, die füreinander einsteht“, erzählt Sabine Schömann-Kuhnen, Obermeisterin der Friseur-Innung Bernkastel-Wittlich, die gleich einen Bus gechartert hatte, um mit ihren Innungskolleginnen und -kollegen nach Urmitz zu kommen.
Bedeutung für Kundinnen und Kunden
„Für viele Menschen ist der Friseurbesuch mehr als ein Haarschnitt. Es ist Vertrauen, Kontinuität, ein Stück Lebensqualität. Umso wichtiger ist es, dass die Betriebe, denen dieses Vertrauen gilt, gut aufgestellt sind – heute und in Zukunft“, ergänzt Guido Wirtz, Obermeister Innung Westeifel und Landesinnungsmeister.
Über das Netzwerk
Das Netzwerk unterstützt Innungsmitglieder in fünf zentralen Bereichen:
• Ausbildung – damit auch morgen noch gut ausgebildete Fachkräfte in den Salons arbeiten
• Digitalisierung – damit Terminbuchung, Online-Auftritt und moderne Geschäftsprozesse kein Buch mit sieben Siegeln bleiben
• Community – damit Friseurinnen und Friseure voneinander lernen und sich gegenseitig stärken
• Management – damit der Salon als Unternehmen solide und zukunftsfähig geführt werden kann
• Nachhaltigkeit – weil verantwortungsvolles Handeln auch im Friseursalon beginnt
Konkret bedeutet das: Innungsmitglieder erhalten Zugang zu Weiterbildungen, Fachkursen, digitalen Tools, Webinaren, Checklisten – und sogar eine persönliche Service-Line, über die sie innerhalb von 24 Stunden Antworten auf ihre individuellen Fragen bekommen.
Innung lohnt sich neu
Lange galt die Innung mancherorts als verstaubte Institution aus anderen Zeiten. „InnuNet dreht dieses Bild um“, sagt Mitinitiator Guido Wirtz und bringt es auf den Punkt: „Viele Friseur-Unternehmerinnen und Unternehmer suchen heute nach konkreten Lösungen für ihr Salon-Business. Mit InnuNet können wir genau diese Lösungen anbieten. Jedes Innungsmitglied kann nicht nur profitieren, sondern sich auch aktiv einbringen und die Entwicklung mitgestalten.“
Relevant für die Region
Dirk Kleis, Geschäftsführer der Friseur-Innungen Bernkastel-Wittlich und Westeifel „Das neue Konzept hat auch Relevanz für alle Verbraucher, denn es bedeutet: Der Salon des Vertrauens ist nicht allein. Er hat Rückenwind.“
Bereits zum Start begleiten sieben Kooperations- und zehn Industriepartner das Projekt. In den kommenden Monaten sind regelmäßige Community-Events, digitale Branchentreffs und ein umfangreiches Jahresprogramm geplant. Weitere Informationen unter: http://www.innunet.de. (Quelle: Friseur-Innung Bernkastel-Wittlich/Friseur-Innung Westeifel)














