Notfallversorgung: Erster öffentlicher Defibrillator in Trier-Olewig in Betrieb

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Olewigs Ortsvorsteher Dr. Lorenz Fischer, Feuerwehrdezernent Ralf Britten und der stellvertretende Feuerwehrchef Dr. Andres Palzer (v. l.) vor dem öffentlich zugänglichen Defibrillator am Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Olewig; Foto: Presseamt Trier

TRIER. Ein wichtiger Schritt für die Notfallversorgung in Trier: Im Stadtteil Olewig ist jetzt der erste öffentlich zugängliche Defibrillator in Betrieb genommen worden. Das Gerät am Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Olewig soll im Ernstfall schnelle Hilfe ermöglichen und die medizinische Erstversorgung vor Ort deutlich verbessern.

Neuer AED in Olewig stärkt Notfallversorgung

Der Automatisierte Externe Defibrillator, kurz AED, ist alarmgesichert. Wird er entnommen, löst das Gerät automatisch ein Signal aus. Damit steht in Olewig ab sofort ein öffentlich zugängliches Hilfsmittel bereit, das bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand lebensrettend sein kann.

Ein AED kann dann entscheidend sein, wenn eine Herzrhythmus-Störung vorliegt. Bei jedem vierten Patienten mit Herz-Kreislaufstillstand ist das der Fall. Durch einen gezielten Elektroschock kann der Defibrillator im besten Fall dazu beitragen, dass das Herz wieder in einen normalen Rhythmus zurückkehrt.

Ausbau des AED-Netzes in Trier geht voran

Die Umsetzung des Projekts wurde durch die Unterstützung von Feuerwehrdezernent Ralf Britten ermöglicht. Zugleich ist der Ausbau des AED-Netzes in Trier Ergebnis eines breiten lokalen Engagements. Durch den Einsatz zahlreicher Ortsbeiräte und Ortsvorstehender konnten bislang insgesamt 14 Geräte aus Ortsbeiratsmitteln beschafft werden. Weitere Defibrillatoren sollen noch in diesem Jahr folgen.

Damit wächst das Netz öffentlich zugänglicher AEDs im Trierer Stadtgebiet Schritt für Schritt weiter.

Schnelle Hilfe kann den Unterschied machen

Die neuen Geräte ergänzen die in Trier etablierte Ersthelfer-App „Region der Lebensretter“. Über diese App werden qualifizierte Ersthelfer bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand schnell alarmiert und treffen häufig bereits nach etwa drei bis fünf Minuten am Einsatzort ein.

Zum Vergleich: Der Rettungsdienst ist in Trier im Durchschnitt nach etwas mehr als acht Minuten vor Ort. Gesetzlich vorgesehen sind bis zu 15 Minuten. Die frühzeitige Versorgung durch Ersthelfer kann in solchen Situationen entscheidend sein und Leben retten.

Planung, Schulung und weitere Standorte

Damit Ersthelfende wissen, wie ein AED richtig eingesetzt wird und zugleich ausreichend Geräte an zugänglichen Standorten zur Verfügung stehen, kümmern sich Dr. Andreas Palzer, stellvertretender Chef der Berufsfeuerwehr, und Dr. Dirk Nauheimer, Oberarzt im Brüderkrankenhaus, um Planung, Organisation und Schulung.

Die Installation und Wartung der Geräte übernimmt die Berufsfeuerwehr Trier. Weitere Standorte sind bereits geplant – unter anderem in Trier-Nord, Tarforst, Filsch, Trier-Mitte/Gartenfeld und Kürenz.

Mit dem Ausbau des AED-Netzes wird die Sicherheitsinfrastruktur in Trier gezielt gestärkt und die Versorgung in Notfällen weiter verbessert.

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