Trier/Koblenz. Nach dem spektakulären Feuerball am Sonntagabend über Trier und weiten Teilen Westdeutschlands verdichten sich die Hinweise auf einen Meteoriten-Eintritt in die Atmosphäre. Nach Angaben der Polizei haben Teile eines Meteoriten Schäden an Dächern und Häusern in Rheinland-Pfalz verursacht.
Schäden an Häusern in Koblenz, Hunsrück und Eifel
Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigte, wurden Schäden unter anderem in Koblenz, im Hunsrück sowie in der Eifel gemeldet.
Demnach könnten Fragmente des Himmelskörpers beim Eintritt in die Atmosphäre teilweise nicht vollständig verglüht sein und anschließend auf Gebäude getroffen sein.
Bereits zuvor war bekannt geworden, dass im Koblenzer Stadtteil Güls ein Himmelskörper offenbar in das Dach eines Wohnhauses eingeschlagen ist.
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt.
Feuerball über Trier und große Teile Westdeutschlands
Die ungewöhnliche Lichterscheinung hatte am Sonntagabend gegen 19 Uhr zahlreiche Menschen in der Region aufgeschreckt.
Augenzeugen berichteten von:
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einem grellen Lichtblitz
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einem flackernden Feuerball
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einem lauten explosionsartigen Knall
Das Phänomen war nicht nur in Trier sichtbar. In sozialen Netzwerken meldeten sich Beobachter aus:
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Rheinland-Pfalz
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Nordrhein-Westfalen
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Hessen
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Saarland
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Baden-Württemberg
Viele Menschen berichteten, der Himmel sei für wenige Sekunden taghell aufgeleuchtet.
Meteoriten-Ereignis gilt als wahrscheinlich
Nach aktuellem Stand gehen Behörden davon aus, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen Meteoriten oder sogenannten Boliden gehandelt hat.
Solche Himmelskörper treten regelmäßig in die Atmosphäre ein. In den meisten Fällen verglühen sie vollständig. In seltenen Fällen können jedoch kleinere Fragmente den Boden erreichen.
Dass solche Teile Gebäude beschädigen, kommt weltweit zwar vor, gilt aber als extrem selten.
Falcon-9-Theorie kursierte zunächst im Internet
Kurz nach dem Ereignis kursierten im Internet zunächst verschiedene Spekulationen. Unter anderem wurde diskutiert, ob es sich um Weltraumschrott oder Teile einer Falcon-9-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX handeln könnte, die beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht sein könnten.
Solche Ereignisse können ebenfalls spektakuläre Lichtspuren erzeugen, wenn Raketenteile in einer Höhe von rund 80 bis 100 Kilometern zerbrechen.
Mit den nun gemeldeten Schäden an Gebäuden gilt jedoch derzeit ein Meteoriten-Ereignis als wahrscheinlichste Erklärung.
Ermittlungen und Untersuchungen laufen
Polizei und Experten prüfen derzeit mögliche Einschlagsorte sowie Überreste des Himmelskörpers. Erst eine genaue Analyse könnte endgültig klären, ob es sich tatsächlich um einen Meteoriten handelt.
Fest steht bereits jetzt:
Der spektakuläre Feuerball, der am Sonntagabend über Trier und der Region zu sehen war, gehört zu den seltensten Naturereignissen der letzten Jahre in Westdeutschland.














