Jubiläumsfeier in Dreis-Brück würdigt jahrzehntelanges Engagement der Ersthelfer
Dreis-Brück/Daun. Mit einer Feierstunde im Haus Vulkania in Dreis-Brück ist am Dienstag, 3. Februar 2026, das 15-jährige Bestehen des First-Responder-Systems in der Verbandsgemeinde Daun gewürdigt worden. Zahlreiche ehrenamtliche Ersthelferinnen und Ersthelfer folgten der Einladung von Bürgermeister Thomas Scheppe, der zugleich Vorsitzender des DRK-Ortsverein Daun ist.
Auch wenn das Jubiläum bereits im vergangenen Jahr lag, stand der Abend ganz im Zeichen des Dankes an jene, die sich seit Jahren – teils seit der ersten Stunde – für die schnelle medizinische Hilfe in der Region engagieren.
Ein System, das im Notfall Zeit schenkt
Das First-Responder-System ist seit 2010 fester Bestandteil der Notfallversorgung in der Verbandsgemeinde Daun. Die ehrenamtlichen Ersthelferinnen und Ersthelfer sind meist innerhalb weniger Minuten am Einsatzort, beginnen mit lebensrettenden Maßnahmen, leisten qualifizierte Erste Hilfe und überbrücken die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
Gerade im ländlich geprägten Raum der Vulkaneifel sind diese Minuten von entscheidender Bedeutung – häufig für den weiteren Gesundheitsverlauf, in manchen Fällen für Leben und Tod. Neben der medizinischen Erstversorgung leisten die First Responder auch emotionale Unterstützung für Betroffene und Angehörige.
Rückblick und persönliche Einblicke
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Scheppe berichtete Notärztin Dr. med. Heidi Hoffmann über die Entstehungsgeschichte, Ausbildung und Aufgaben der First Responder. Ergänzt wurde der Rückblick durch einen persönlichen Erfahrungsbericht von Frank Bauer, einem First Responder der ersten Stunde, der Einblicke aus mehr als einem Jahrzehnt ehrenamtlicher Einsätze schilderte.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Musikschule des Landkreises Vulkaneifel.
Freiwillige Aufgabe – verlässliche Unterstützung
Ersthelfersysteme sind rechtlich keine Pflichtaufgabe der Kommunen. Umso bedeutsamer ist es, dass die Verbandsgemeinde Daun diese Aufgabe vor 15 Jahren übernommen hat und bis heute unterstützt. Sie stellt den organisatorischen und finanziellen Rahmen sowie Ausrüstung wie Defibrillatoren und Notfallkoffer.
Die DRK-Ortsvereine Daun und Gillenfeld sind dabei verlässliche Partner: Sie entwickelten das Konzept und übernehmen bis heute die Organisation sowie die Kosten für Aus- und Fortbildungen und persönliche Schutzausrüstung.
72 First Responder im Einsatz – aber noch Lücken
Aktuell sind 72 First Responder in 32 Ortsgemeinden und Stadtteilen der Verbandsgemeinde Daun aktiv. Gleichzeitig gibt es noch Orte ohne Ersthelfer – ein Umstand, der zeigt, wie wichtig Nachwuchs und weiteres Engagement bleiben.
„Dass Menschen ihre Zeit investieren, um anderen in Not zu helfen, ist nicht selbstverständlich“, betonte Bürgermeister Scheppe. „Die First Responder übernehmen Verantwortung und retten damit oft Leben. Dafür sage ich von Herzen Danke.“
Infokasten: Mitmachen als First Responder
Interessierte können sich beim DRK-Ortsverein Daun e. V. über eine ehrenamtliche Tätigkeit als First Responder informieren.
📧 [email protected]















