Gefahrgut-Lkw-Panne auf A60 – Hunderte Fahrer ignorieren Sperrung

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Rote Kreuze auf den Schilderbrücken bedeuten: Durchfahrt verboten. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Foto: Polizeiautobahnstation Heidesheim

MAINZ/INGELHEIM –Hunderte Autofahrer haben nach der Panne eines Gefahrgut-Lkw auf der Autobahn 60 bei Mainz eine Sperrung ignoriert.

Für drei von vier Fahrspuren sei über eine längere Strecke ein Durchfahrverbot angezeigt worden, teilte die Polizei mit.

Trotz der roten Kreuze auf den elektronischen Leuchtschildern befuhren demnach «mehrere hundert Fahrzeugführer» die betroffenen Spuren und gefährdeten dabei den Angaben zufolge sogar die Polizisten, die sich am Lkw befanden.

Auf der A60 war am Donnerstagvormittag ein Lastwagen liegen geblieben, der mit Feuerwerkskörpern beladen war. Laut Polizei blockierte am Auflieger eine Bremse, die heruntergekühlt werden musste. Hinter dem Pannen-Lkw habe zur Absicherung ein Streifenwagen mit Blaulicht gestanden.

Polizei kündigt lückenlose Nachverfolgung an

Der Verkehr in dem betroffenen Bereich sei «lückenlos dokumentiert» worden, teilte die Polizei weiter mit. Jeder einzelne Verstoß soll nun konsequent nachverfolgt werden. Für das Befahren eines gesperrten Fahrstreifens drohen demnach ein Bußgeld von 90 Euro sowie ein Punkt in Flensburg, bei der Gefährdung von Polizeibeamten unter anderem auch ein einmonatiges Fahrverbot.

«Eine Sperrung der Fahrstreifen durch ein „rotes Kreuz“ dient dem Schutz von Menschenleben und ist keine unverbindliche Empfehlung», so die Behörde.

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