Trier: Prozessauftakt nach mutmaßlicher Vergewaltigung im Nells Park

0
Foto: Harald Tittel / dpa / Archiv

TRIER – Seit dem heutigen Donnerstag beschäftigt sich das Landgericht Trier mit einem schwerwiegenden Vorwurf der sexuellen Gewalt. Ein Geflüchteter steht unter Verdacht, im August eine Bewohnerin einer Asylbewerber-Unterkunft im Nells Park vergewaltigt zu haben.

Der Prozessauftakt offenbarte bereits eine tiefe Kluft zwischen den Darstellungen des Angeklagten und des mutmaßlichen Opfers.

Angeklagter beruft sich auf Rauschzustand

Der Beschuldigte räumte über seine Verteidigung ein, am Tattag erhebliche Mengen Alkohol und Cannabis konsumiert zu haben. Aufgrund dessen könne er sich nicht mehr an den genauen Ablauf erinnern. Dennoch gab er an, das Geschehen als einvernehmlich wahrgenommen zu haben. Gleichzeitig signalisierte er jedoch die Bereitschaft zu einer Entschuldigung gegenüber der Frau.

Zeugen und Videoaufzeichnungen belasten den Mann

Die per Video eingespielte Aussage der Betroffenen schildert hingegen einen gewaltsamen Übergriff. Demnach wurde sie unvermittelt angegriffen und in ein Gebüsch gedrängt. Das Gericht erfuhr zudem, dass erst das Eingreifen von drei jungen Passanten den Vorfall beendete und den Mann zur Flucht zwang. Die Ermittlungen und der weitere Prozessverlauf sollen nun Klarheit über die tatsächlichen Geschehnisse bringen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.