Söndervermögen in RLP: Wer bekommt wie viel Geld? Alle Landkreise und Städte im Überblick!

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Sondervermögen Rheinland-Pfalz: Investitionen in Städte, Gemeinden, Infrastruktur und Mobilität
Symbolbild: Investitionen in Infrastruktur, Mobilität und kommunale Einrichtungen prägen viele Regionen in Rheinland-Pfalz.

MAINZ. Mit dem „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ hat das Land ein milliardenschweres Sondervermögen beschlossen, von dem alle Landkreise und kreisfreien Städte profitieren. Erstmals liegt nun eine vollständige, offizielle Übersicht der sogenannten Regionalbudgets vor. Sie zeigt transparent, welche Kommune wie viel Geld erhält – verteilt über einen Zeitraum von zwölf Jahren bis 2042.

Die Mittelverteilung ist gesetzlich festgeschrieben und erfolgt nach einem festen Schlüssel: 90 Prozent nach Einwohnerzahl, 10 Prozent nach Fläche.

Das Sondervermögen – die wichtigsten Fakten

  • Gesamtvolumen bundesweit: 500 Milliarden Euro

  • Anteil für Länder und Kommunen: 100 Milliarden Euro

  • Anteil Rheinland-Pfalz: rund 4,8 Milliarden Euro

  • Davon direkt an Kommunen: ca. 2,9 Milliarden Euro

  • Zusätzliches Landesplus: rund 600 Millionen Euro

  • Laufzeit / Mittelverfügbarkeit: bis 2042

Alle Landkreise: So viel Geld fließt in die Regionen

Die folgenden 24 Landkreise in Rheinland-Pfalz erhalten Mittel aus dem Sondervermögen (Gesamtbetrag über 12 Jahre):

  • Landkreis Ahrweiler: 109,1 Mio. Euro

  • Landkreis Altenkirchen (Westerwald): 113,1 Mio. Euro

  • Landkreis Bad Kreuznach: 140,9 Mio. Euro

  • Landkreis Birkenfeld: 66,5 Mio. Euro

  • Landkreis Cochem-Zell: 51,7 Mio. Euro

  • Donnersbergkreis: 64,0 Mio. Euro

  • Eifelkreis Bitburg-Prüm: 94,7 Mio. Euro

  • Landkreis Germersheim: 120,8 Mio. Euro

  • Landkreis Kaiserslautern: 106,2 Mio. Euro

  • Landkreis Kusel: 59,2 Mio. Euro

  • Landkreis Mainz-Bingen: 189,5 Mio. Euro

  • Landkreis Mayen-Koblenz: 194,7 Mio. Euro

  • Landkreis Neuwied: 161,0 Mio. Euro

  • Rhein-Hunsrück-Kreis: 75,1 Mio. Euro

  • Rhein-Lahn-Kreis: 100,0 Mio. Euro

  • Rhein-Pfalz-Kreis: 159,4 Mio. Euro

  • Landkreis Südliche Weinstraße: 112,6 Mio. Euro

  • Landkreis Südwestpfalz: 64,2 Mio. Euro

  • Landkreis Trier-Saarburg: 145,4 Mio. Euro

  • Landkreis Vulkaneifel: 44,9 Mio. Euro

  • Westerwaldkreis: 146,6 Mio. Euro

  • Landkreis Bernkastel-Wittlich: 97,1 Mio. Euro

Alle kreisfreien Städte: Diese Beträge sind vorgesehen

Auch die 12 kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz erhalten eigene Regionalbudgets:

  • Frankenthal (Pfalz): 39,8 Mio. Euro

  • Kaiserslautern: 66,4 Mio. Euro

  • Koblenz: 89,2 Mio. Euro

  • Landau in der Pfalz: 33,5 Mio. Euro

  • Ludwigshafen am Rhein: 159,4 Mio. Euro

  • Mainz: 178,4 Mio. Euro

  • Neustadt an der Weinstraße: 38,7 Mio. Euro

  • Pirmasens: 38,7 Mio. Euro

  • Speyer: 37,4 Mio. Euro

  • Trier: 67,3 Mio. Euro

  • Worms: 68,7 Mio. Euro

  • Zweibrücken: 22,7 Mio. Euro

Wofür das Geld eingesetzt werden soll

Die Mittel aus dem Sondervermögen sind zweckgebunden. Investiert werden soll insbesondere in:

  • Sanierung und Ausbau von Schulen und Kitas

  • Klimafreundliche Energieinfrastruktur

  • Öffentlichen Personennahverkehr (Bus und Bahn)

  • Radwege und nachhaltige Mobilität

  • Krankenhäuser und Gesundheitsinfrastruktur

  • Digitale Infrastruktur

Einordnung: Große Summen, klare Zweckbindung

Die Regionalbudgets sind zusätzliche Investitionsmittel und dürfen nicht zur Deckung laufender Haushaltslöcher genutzt werden. Wie stark die Beträge vor Ort wirken, hängt von Größe, Finanzlage und Investitionsbedarf der jeweiligen Kommune ab. Klar ist: Noch nie standen den Kommunen in Rheinland-Pfalz über einen so langen Zeitraum so hohe zweckgebundene Mittel zur Verfügung. Mehr Rheinland-Pfalz-News

Fazit: Transparente Verteilung – entscheidend ist die Umsetzung

Alle Landkreise und Städte in Rheinland-Pfalz profitieren vom Sondervermögen. Die Verteilung ist transparent und gesetzlich fixiert. Nun liegt es an Kommunen und Politik, die Mittel sichtbar, effizient und zukunftsorientierteinzusetzen – für Bildung, Infrastruktur, Klimaschutz und Lebensqualität vor Ort.

2 Kommentare

  1. Wenn ich schon den sich im Hochwasserbereich lackierten Radweg auf den Bildern sehe, dann weiss ich, wie die Kohle verschleudert wird. Ein Hochwasser und die schöne weiße Farbe ist braun. Super Idee für sowas Geld aus dem Fenster zu werfen.

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