DIEKIRCH. Ein besonders grausames Tötungsdelikt mit Bezug zu Rheinland-Pfalz ist vor dem Bezirksgericht im luxemburgischen Diekirch zu Ende verhandelt worden. Ein Mann ist dort zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden, nachdem er nach Überzeugung des Gerichts eine Frau getötet und ihren Körper zerstückelt hatte. Teile der Leiche waren auch in Temmels entdeckt worden.
Leichenteile in drei Ländern gefunden
Der Fall hatte bereits 2022 international für Aufsehen gesorgt. Ermittler fanden Körperteile der getöteten Frau nicht nur in Luxemburg, sondern auch im französischen Mont-Saint-Martin sowie im rheinland-pfälzischen Temmels nahe der luxemburgischen Grenze.
Nach Angaben der Justiz wurden an den Fundorten der Rumpf sowie Kopf und Beine der Frau entdeckt. Von den Armen fehlt bis heute jede Spur. Viele Details der Tat bleiben trotz des abgeschlossenen Prozesses ungeklärt.
Gericht sieht Totschlag als erwiesen an
Nach Auffassung des Gerichts hat der heute 52 Jahre alte Angeklagte im Jahr 2022 die damals 40-jährige Frau getötet und anschließend den Leichnam zerstückelt. Strafrechtlich wurde er wegen Totschlags zu lebenslanger Haft verurteilt, wie eine Sprecherin der Justiz bestätigte.
Der Mann soll zur Tatzeit der Liebhaber des späteren Opfers gewesen sein. Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Personen gibt es nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen nicht.
Einordnung als möglicher Femizid
Solche Gewaltverbrechen werden häufig als Femizid eingeordnet. Darunter versteht man die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts – besonders häufig durch aktuelle oder ehemalige Partner. Auch in diesem Fall steht die Tat im Kontext einer persönlichen Beziehung zwischen Täter und Opfer.
Urteil noch nicht rechtskräftig
Das Urteil des Bezirksgerichts Diekirch ist noch nicht rechtskräftig. Ob der Verurteilte Rechtsmittel einlegt, war zunächst nicht bekannt.













