TRIER. Am 19. Oktober 2025 wurde der Interkulturelle Vielfaltsgarten im Tempelbezirk Trier zum Ort gelebter Vielfalt: Menschen aus acht Nationen – darunter Deutschland, Frankreich, Iran, Togo und Afghanistan – kamen zusammen, um beim Kürbisfest zu schnitzen, zu kochen, zu erzählen und zu genießen.
Unter der Leitung von Anna Bignamou (Fachberaterin im KGV Tempelbezirk Trier) und Tenne Mort-Traore (Foodsaverin) entstand ein Tag voller Begegnungen, Aromen und Farben. Im Mittelpunkt: der Kürbis – als Symbol für Ernte, Kreativität und kulturelle Verbundenheit.
Ein Fest der Sinne: Schnitzen, schmecken, staunen
Nach einer herzlichen Begrüßung begann das gemeinsame Kürbisschnitzen. Kinder und Erwachsene gestalteten fantasievolle Figuren – von schlichten Formen bis hin zu kunstvollen Gesichtern. Einer der Höhepunkte: ein detailreicher „Kürbisfuchs“, der mit leuchtenden Augen und filigranen Mustern beeindruckte.
Parallel duftete es aus der Gartenküche:
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Hokkaido-Kürbissuppe – cremig, würzig, herbstlich.
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Kürbiskuchen – süß und aromatisch, ein Favorit bei Jung und Alt.
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Kürbismarmelade – fruchtig mit Zitrusnote, ideal zu Käse oder Brot.
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Dazu: knusprige Zimt-Zucker-Kürbis-Spalten, die den Herbstgeschmack perfekt abrundeten.
Austausch über Grenzen hinweg
In kleinen Gruppen tauschten die Teilnehmenden Rezepte, Pflanzerfahrungen und Geschichten aus ihren Heimatländern aus. So wurde der Garten zu einem Ort des Lernens und Zuhörens: Wie wächst der Kürbis in Togo? Welche Sorte ist im Iran beliebt? Und was bedeutet die Panzerbeere in Burkina Faso?
Das gemeinsame Ernten, Kochen und Erzählen förderte nicht nur Wissen, sondern auch Verbundenheit – ganz im Sinne des interkulturellen Miteinanders. Hintergrundinfos zum Foodsaving in Deutschland.
Vielfalt wächst – auch im Boden
Neben kulinarischem Austausch spielte auch Bildung und Gartenwissen eine wichtige Rolle. Anna Bignamou erklärte, dass Kürbisse ursprünglich aus Mittel- und Südamerika stammen und heute über 850 Arten existieren. Ob Speisekürbis, Zierkürbis oder Ölkürbis – jede Sorte hat ihre Besonderheiten.
Auch der ökologische Aspekt kam nicht zu kurz: Kürbisse lieben humose, nährstoffreiche Böden und sind wichtige Bestandteile nachhaltiger Gartenkultur. Mehr über Projekte und Initiativen auf interkulturelle-gaerten.de.
Abschluss mit Herz und Dankbarkeit
Zum Abschluss präsentierten Kinder und Erwachsene ihre Kürbis-Kunstwerke in einer kleinen Ausstellung. Anschließend bildeten alle einen Abschlusskreis, um Dankbarkeit auszudrücken – für neue Freundschaften, gemeinsames Lernen und einen Tag voller Freude.
Ein besonderer Dank galt den Helferinnen und Helfern, darunter Susanna sowie Maryam aus Guinea und Maryam aus dem Iran, die das Fest mitgestalteten.
„Dieses Fest zeigt, wie lebendig Vielfalt sein kann, wenn Menschen gemeinsam gestalten, kochen und lachen“, resümierte Organisatorin Tenne Mort-Traore.
Fazit: Der Kürbis verbindet, was Kulturen trennt
Das Kürbisfest im Vielfaltsgarten Trier war weit mehr als eine Herbstveranstaltung – es war ein lebendiges Beispiel für gelebte Integration, nachhaltige Gartenarbeit und kulinarische Kreativität.
Der Duft von Kürbissuppe, das Lachen der Kinder und der Austausch der Kulturen zeigten: Gemeinschaft wächst – genau wie der Kürbis – dort, wo man sie pflegt.
















