Trier/Trier-Saarburg. Stromausfall, Hochwasser, Evakuierung – im Ernstfall zählt jede Minute. Stadt Trier und der Landkreis Trier-Saarburg werben ab sofort gemeinsam für das Notfallregister: eine freiwillige, kostenlose Online-Plattform, auf der sich Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen registrieren können. Ziel ist, Einsatzkräfte bei Katastrophenlagen präzise zu informieren und gezielte Hilfe zu ermöglichen – datenschutzkonform und nur im Ernstfall abrufbar.
„Das Notfallregister ist ein zentraler Baustein für inklusiven Bevölkerungsschutz.“
– Landrat Stefan Metzdorf & Ordnungsdezernent Ralf Britten
Was ist das Notfallregister – und warum jetzt?
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Plattform: www.notfallregister.eu
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Zielgruppe: Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen sowie Personen mit chronischen Erkrankungen oder medizinischer Abhängigkeit (z. B. Beatmung, Heimdialyse, elektrische Hilfsmittel).
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Nutzen: Bei Stromausfällen, Hochwasser, Evakuierungen u. ä. sehen autorisierte Stellen besondere Unterstützungsbedarfe und können schneller, passgenau helfen.
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Datenschutz: Zugriff ausschließlich durch autorisierte Behörden im Katastrophenfall; Registrierung freiwillig, kostenlos, jederzeit widerrufbar.
So funktioniert die Registrierung
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Online anmelden unter notfallregister.eu
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Bedarfe angeben (z. B. Stromabhängigkeit, Mobilität, Kommunikationsbedarf)
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Aktualisieren: Regelmäßige Erinnerungen sichern die Datenqualität
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Im Ernstfall: Feuerwehr, Rettungsdienst & Katastrophenschutz erkennen lokale Bedarfe und priorisieren Hilfe
Ralf Britten, Ordnungsdezernent der Stadt Trier:
„Es geht nicht um Datensammeln, sondern um gezielte Unterstützung, wenn Sekunden zählen – etwa bei Evakuierungen, Notstrom oder barrierefreier Warnung.“
Wer sollte sich registrieren? (Auswahl)
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Menschen mit Beatmungs- oder Dialysepflicht, Träger:innen von Infusions- oder Ernährungspumpen
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Personen mit eingeschränkter Mobilität, Rollstuhlnutzer:innen, Pflegebedürftige
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Menschen mit kognitiven Einschränkungen oder Assistenzbedarf
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Haushalte, die auf elektrische Hilfsmittel oder gekühlte Medikamente angewiesen sind
Ergänzt Vorsorge – ersetzt sie nicht
Landrat Stefan Metzdorf: „Das Register schafft Planungssicherheit und verbessert die Ressourcensteuerung. Es ersetzt aber nicht die eigene Vorsorge – es ergänzt sie.“
Tipps der Behörden umfassen u. a. Medikamentenlisten, Kontaktnetzwerke, Ersatzstrom-/Akkukonzepte, Hausnotruf und barrierefreie Warn-Apps (z. B. NINA, KATWARN).
Inklusion durch Information
Die Behindertenbeauftragten Gerd Dahm (Stadt) und Christoph Emmerling (Kreis) betonen: „Wirksam wird das Register, wenn es alle kennen.“ Gewünscht sind Hinweise über Pflegedienste, soziale Träger, Krankenkassen, Beratungsstellen, damit Betroffene niedrigschwellig erreicht werden.
Kurz & knapp
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Was: Notfallregister für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen
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Wo: notfallregister.eu
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Kosten: Keine – freiwillig, widerrufbar
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Datenschutz: Zugriff nur im Katastrophenfall durch autorisierte Stellen

















