LUXEMBURG. Wie L’essentiel berichtet, zeigt eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die hohe psychische Belastung im Gesundheitswesen in ganz Europa. Ein Drittel der Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte leide unter Symptomen von Depression oder Angststörungen – fünfmal mehr als in der allgemeinen Bevölkerung, heißt es in dem Bericht.
In Deutschland sind 26 Prozent von Depressionen betroffen, in Luxemburg 28 Prozent. 19 Prozent erleben Angststörungen. Hinzu kommt eine in den letzten Jahren drastisch gesunkene Arbeitszufriedenheit – von 77 Prozent im Jahr 2021 auf nur noch 61 Prozent in 2025. Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, sagte laut L’essentiel: „Das ist eine untragbare Last für diejenigen, die sich um uns kümmern.“
Zu den Gründen gehören neben langen Arbeitszeiten auch erschreckende Zahlen zu Gewalt und Übergriffen. So berichten 77 Prozent des Personals von Gewalt am Arbeitsplatz, 69 Prozent wurden mit Wut oder Aggression von Patienten oder Angehörigen konfrontiert.
Die WHO fordert daher u.a. Nulltoleranz gegenüber Gewalt und Belästigung im Krankenhaus und eine Reform der Überstundenregelung. (Quelle: L’essentiel)

















