Funde von 6500 Jahren: Goldener Armring und Bernsteinschmuck bei Ausgrabungen

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Bei den Ausgrabungen auf dem Gelände des Industriegebiets in Alzey gab es archäologische Befunde, unter anderem aus der Jungsteinzeit, der Eisenzeit, der römischen Kaiserzeit und der frühen Neuzeit. Foto: Innenministerium Rheinland-Pfalz/dpa

ALZEY – Rund 1.500 archäologische Befunde aus der Jungsteinzeit, der Eisenzeit, der römischen Kaiserzeit und der frühen Neuzeit sind bei Ausgrabungen auf dem Gelände des Industriegebietes Alzey gefunden worden.

Bei den gefundenen Strukturen handelt es sich vor allem um Siedlungsgruben und Grabanlagen, die neben Keramikscherben, Tierknochen und Feuersteinwerkzeugen auch Grabbeigaben wie Eisen-, Bronze- und Bernsteinschmuck enthielten, wie Innenminister Michael Ebling (SPD) mitteilte.

Nach dem Ende der Ausgrabungen durch die Landesarchäologie sind Bauflächen für die neue Hightech-Produktionsstätte des Pharma-Konzerns Eli Lilly zur Bebauung freigegeben. «Der neue Biotechnologie- und Industriestandort in Alzey hatte von Anfang an politisch und wirtschaftlich höchste Priorität für Rheinland-Pfalz», erklärte der Minister, der für das kulturelle Erbe im Land zuständig ist.

1.000 Arbeitsplätze sollen in Alzey durch die Investition entstehen

Ausgegraben wurden auf 60 Hektar. Die archäologischen Befunde erstrecken sich den Angaben zufolge über einen Zeitraum von rund 6.500 Jahren. Herausragende Einzelfunde seien ein jungsteinzeitliches Körpergrab mit Gefäß- und Perlenschmuck, ein goldener Armring der späten Bronzezeit sowie ein römisches Grab mit Gefäßbeigaben in einem Blei beschlagenen Sarg, berichtete der kommissarische Landesarchäologe Ulrich Himmelmann.

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly will seine neue Produktionsstätte für Medikamente in Alzey Ende 2027 in Betrieb nehmen. Das Unternehmen investiert am Standort rund 2,3 Milliarden Euro in eine Produktionsstätte für injizierbare Medikamente. Rund 1.000 Arbeitsplätze in Alzey sollen durch die Milliardeninvestition entstehen.

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