Saar-Landtag will Handy-Verbot an Grundschulen beschließen – Opposition kritisiert „Schlingerkurs“

Nach langen Debatten soll es im Saarland ein Handy-Verbot an Grundschulen geben. Die Opposition ist nicht zufrieden, sie vermisst klare Ansagen auch für die anderen Schulen.

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Das Thema Migration beschäftigt auch den Landtag im Saarland. Foto: Oliver Dietze / dpa / Archiv

SAARBRÜCKEN. Die Benutzung von privaten Smartphones und Smartwatches soll in den Grundschulen des Saarlandes künftig verboten sein. Der Landtag will am heutigen Mittwoch (9.30 Uhr) mit einer absoluten SPD-Mehrheit ein Gesetz über die digitale Bildung an den Schulen des Landes beschließen, in dem ein entsprechender Passus enthalten ist.

An der Zustimmung zu dem Gesetz besteht kein Zweifel. Die oppositionelle CDU hatte der Regierung schon in der Vergangenheit einen «Schlingerkurs» vorgeworfen und unter anderem bemängelt, dass vor allem für die weiterbildenden Schulen eine verbindliche Regelung fehle.

Das Gesetz sieht vor, dass in der Grundschule – also in den Klassenstufen 1 bis 4 – grundsätzlich die Verwendung von Smartphones und Smartwatches verboten ist. Das Mitführen solcher Endgeräte soll aber erlaubt bleiben. In der Begründung des Gesetzentwurfes heißt es, das Verbot solle «selbst- und drittschädigende Nutzung» von Handys verbieten.

Dabei gehe es um «Phänomene des heimlichen Aufzeichnens von Unterricht in Bild und Ton, des Bullying und des Cybermobbing» sowie um Gewaltdarstellungen. Das Handyverbot könne aber auch «einer Verdrängung der sprachlichen und sozialen Interaktion zwischen Schülerinnen und Schülern» entgegenwirken. (Quelle: dpa)

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