Arbeitslosigkeit in RLP gestiegen: Weiterer Anstieg erwartet – weniger offene Stellen

Im Dezember waren mehr Menschen ohne Job - trotz unbesetzter Stellen. Für 2025 erwarten Experten einen Anstieg der Arbeitslosigkeit.

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Foto: Sebastian Gollnow / dpa / Symbolbild

MAINZ. In Rheinland-Pfalz gibt es mehr Arbeitslose. «Die schwächere Konjunktur hinterlässt Spuren am Arbeitsmarkt», sagte Heidrun Schulz, Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.

120.400 Frauen und Männer ohne Job wurden im Dezember in Rheinland-Pfalz gezählt. Das waren 1.600 Menschen oder 1,3 Prozent mehr als vier Wochen zuvor. Die Arbeitslosenquote habe im Land bei 5,3 Prozent gelegen, berichtete Schulz. Vor einem Monat betrug sie 5,2 Prozent und im Dezember vor einem Jahr 5,0 Prozent. Im letzten Monat des Jahres seien mehr Menschen arbeitslos gewesen als in den Dezembermonaten der Vorjahre.

36.100 offene Arbeitsstellen im Dezember

Im Dezember waren 36.100 unbesetzte Arbeitsstellen in Rheinland-Pfalz registriert und damit 2.500 oder 6,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die meisten offenen Stellen habe es in der Zeitarbeit, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im verarbeitenden Gewerbe und bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen gegeben.

Auch im gesamten Jahr 2024 gab es mehr Menschen ohne Job in Rheinland-Pfalz. «Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen und die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen ging deutlich gegenüber dem Vorjahr zurück», sagte die Chefin der Regionaldirektion.

Durchschnittlich 120.550 arbeitslose Menschen wurden in Rheinland-Pfalz gezählt. Das sind nach Angaben der Regionaldirektion 9.800 Männer und Frauen oder 8,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag im Land bei 5,3 Prozent nach 4,9 Prozent im Jahr 2023.

Anstieg der Arbeitslosigkeit für 2025 erwartet

Für das laufende Jahr erwarte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung eine Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Rheinland-Pfalz um 0,4 Prozent, erklärte Schulz. Bei der Arbeitslosigkeit werde ein Anstieg um 2,6 Prozent prognostiziert. (Quelle: dpa)

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