Saar-Innenminister Jost kritisiert „Elterntaxis“ vor Feuerwehr scharf

An einer Grundschule parken wartende Eltern die Zufahrten der angrenzenden Feuerwehr zu. Löschfahrzeuge können nicht direkt ausrücken. Der Innenminister verurteilt das Verhalten scharf.

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Foto: Niklas Treppner/dpa/Symbolbild

SAARBRÜCKEN. Der saarländische Innenminister Reinhold Jost (SPD) kritisiert Eltern, die mit ihren Autos beim Warten auf ihre Kinder an einer Schule die Zufahrtswege der angrenzenden Feuerwehr blockiert haben. «Es ist unerlässlich, dass alle Verkehrsteilnehmer gekennzeichnete Freiflächen und Fahrwege für Einsatzfahrzeuge freihalten», teilte er in Saarbrücken mit.

Am Montag sei es in St. Wendel-Oberlinxweiler zu einer «alarmierenden Situation» gekommen: Zahlreiche Eltern hätten Zufahrten blockiert und so verhindert, dass die Feuerwehr schnell zu einem Einsatz habe ausrücken können, hieß es. Jost verurteilte das «rücksichtslose Parken» vor Feuerwehreinfahrten auf das Schärfste. Es gefährde nicht nur die Einsatzkräfte, sondern auch Menschenleben. «Die Missachtung dieser Regelungen stellt nicht nur eine Ordnungswidrigkeit dar, sondern kann auch strafrechtliche Konsequenzen haben», teilte er mit. Die Polizei St. Wendel habe bereits Ermittlungen wegen Beleidigung und Behinderung von Rettungseinsätzen aufgenommen.

Laut Polizei in St. Wendel hatten einige Eltern, als sie aufgefordert wurden, die Feuerwehreinfahrt freizumachen, ungehalten reagiert und Feuerwehrleute beschimpft und beleidigt. In Oberlinxweiler liegen Grundschule und Feuerwehr unmittelbar nebeneinander. (Quelle: dpa)

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1 Kommentar

  1. Wäre es möglich, würden
    solche Vollpfosten:innen ihre
    Kinder bis an die Tür des
    Klassenzimmers fahren,
    sie hineintragen und auf
    dem Stuhl absetzen.

    Diesen Kindern gehört mein
    aufrichtiges Mitgefühl…

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