IHK Saarland: Beschlüsse der Ampel “ernüchternd” – Großer Wurf mit klaren Prioritäten nötig

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Foto: Hendrik Schmidt/dpa/Symbolbild

SAARBRÜCKEN. Ein Aufschwung in der Saarwirtschaft ist weiter nicht in Sicht. Die Unternehmen blickten «sehr verhalten» ins neue Jahr, teilte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Saarland am Montag in Saarbrücken mit. Nach einer Umfrage rechneten in den nächsten sechs Monaten nur 4 Prozent der Betriebe mit besseren, 17 Prozent dagegen mit schlechteren Geschäften.

Die restlichen 79 Prozent gingen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus. An der Umfrage im Dezember hatten sich laut IHK rund 300 Unternehmen mit gut 100.000 Beschäftigten beteiligt.

Im Dezember sei die Saarwirtschaft ohne Schwung geblieben – angesichts einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage, hoher Kostenbelastungen und steigender Unsicherheiten. «Die Beschlüsse der Ampelkoalition für den Haushalt 2024 sind leider ernüchternd», teilte Hauptgeschäftsführer Frank Thomé mit. «Ein ordnungspolitischer Kurs, der Wachstum, Wohlstand und Klimaneutralität miteinander verbindet, ist nicht erkennbar.»

Statt weiterhin «im Klein-Klein» zu verharren, sei dringend ein großer Wurf mit klaren Prioritäten und Investitionsanreizen nötig. Die geplante Streichung des Zuschusses für die Netzentgelte und die höhere CO2-Bepreisung führten zu deutlich steigenden Energiepreisen. «Diese zusätzliche Kostenbelastung erzeugt das Gegenteil von dem, was es jetzt bräuchte, nämlich Vertrauen für mehr Investitionen und für eine echte Aufbruchstimmung im Land», sagte Thomé. (Quelle: dpa)

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