Waffen aus dem 3-D-Drucker: Radikaler Corona-Leugner von der Mosel in Portugal festgenommen

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Eine Kunststoff-Pistole aus einem 3D-Drucker. Foto: dpa/Eric Gay/Illustration

KOBLENZ. Die Polizei in Portugal hat Ende November den 39-jährigen Joachim T. aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich festgenommen, wie der SWR berichtet. Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen den Mann, der Rädelsführer einer kriminellen Vereinigung namens „Paladin“ sein soll.

Der Physiotherapeut lebte jahrelang unauffällig an der Mosel, bevor der sich in der Corona-Pandemie radikalisierte. Den ARD-Sendungen „Panorama“ und „STRG_F“ gegenüber gab er an, er habe sich gegen einen übergriffigen Staat verteidigen wollen und mit dem Bau von Waffen begonnen.

Gemeinsam mit zwei weiteren Männern, die ebenfalls aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich stammen, soll Joachim T. Schusswaffen mit Hilfe eines 3-D-Druckers hergestellt haben. Für die illegale Waffenproduktion ist T. bereits verurteilt worden.

Laut Staatsanwaltschaft sahen die drei Männer in den Corona-Maßnahmen „lediglich einen Vorwand des Staates zur Abschaffung der Grundrechte“ und hätten „für sich die Berechtigung abgeleitet, sich zu bewaffnen und gewaltsamen Widerstand zu leisten“. (Quelle: SWR)

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