Übung in Ramstein: Schnelle Versorgung von Verwundeten wichtiger Faktor für Moral

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Soldaten proben die Ankunft und den Weitertransport von Verletzten. Foto: Boris Roessler/dpa

KOBLENZ. Die schnelle Versorgung von Verletzten hält Oberstarzt Marco Seyfarth vom Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr in einem Konfliktfall für einen wichtigen Faktor für Moral und Motivation. «Wenn ich Truppenteile in den Einsatz bringe, die nicht versorgbar und nicht unterstützbar sind, ist ein Misserfolg absehbar», sagte der 45-Jährige vor dem Hintergrund der Übung «Saber Guardian 23 Hospex» auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein (Pfalz).

Dabei trainieren US-Streitkräfte mit Verbündeten wie Rumänien und Polen etwa den Transport und die Notfallbehandlung von Verletzten. Soldatinnen und Soldaten müssten sich im Ernstfall auf die Hilfe ihrer Kameraden verlassen können. «Der Sanitätsdienst ist ein wichtiger Faktor für Moral und Motivation. Sich in eine Gefahr zu begeben, wohl wissend, dass niemand im Bedarfsfall zum Retten kommt, grenzt eher an Tollkühnheit als an Mut», sagte der Referatsleiter im Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz.

Das Wichtigste sei, dass es schnell gehe, um Folgen einer Verwundung für die betroffenen Soldatinnen und Soldaten einzudämmen, sagte Seyfarth. Mit Ersthelfermaßnahmen könne Zeit gewonnen werden, bis Verletzte zu sanitätsdienstlichem Fachpersonal gelangten. «Ich kann leider nicht hinter jeden Trupp einen Notarzt stellen.» (Quelle: dpa)

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