“Haben die Nase voll” – Schiedsrichtervereinigung Mosel mit emotionalem Post

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Symbolbild - foto: dpa

MOSEL. In einem emotionalem Posting hat sich die Schiedsrichtervereinigung Mosel auf Facebook zur aktuellen Situation und dem Umgang mit den Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern reagiert. „Es reicht und wir haben die Nase voll! Wir sind nicht der Prell- und Sündenbock der Nation!“, resümiert die Vereinigung.

Das emotionale Posting vom 19. Mai:

„Normalerweise würden wir diesen Zeitpunkt jetzt nutzen, um die Ansetzungen unserer Schiedsrichter für dieses Wochenende zu publizieren. Die Saison steht kurz vor dem Ende, viele unserer Schiedsrichter leiten entscheidende Spiele, in denen es um Alles oder Nichts geht.

Stattdessen nutzen wir diesen Platz, um auf zwei Vorfälle aufmerksam zu machen, die sich am vergangenen Dienstag ereignet haben.

Zunächst wurde ein Schiedsrichterkamerad von uns in einem sozialen Netzwerk unter einem Bild von sich rassistisch beleidigt. Da die Beleidigung von einem aktiven Spieler ausging, wurde der Vorfall umgehend der zuständigen Spruchkammer gemeldet.

Am Abend wurde dann bei einem C-Jugend (U15) Spiel ein junger Schiedsrichter tätlich angegangen. Nach einem Freistoßpfiff wurde er von einem Spieler in den Rücken gestoßen. Das Spiel selbst war eines der ersten von ihm.
Um es nochmal, wiederholt und in aller Deutlichkeit zu sagen: Es reicht und wir haben die Nase voll! Wir sind nicht der Prell- und Sündenbock der Nation!

Sollte nicht jetzt endlich bei ALLEN ein Umdenken einsetzen, wird der Amateurfußball sterben! Ohne Schiedsrichter kein Fußball. Am Ende tragen diejenigen die Rechnung, die das ganze hauptsächlich verursachen- nämlich Zuschauer, Spieler und Trainer! Vielleicht regt das zum Nachdenken an.

Euer Kreisschiedsrichterausschuss“

2 Kommentare

  1. Bravo!!
    Ich bin ( Ü60 , w.) begeisteter Fussballfan.
    Was in den letzten Jahren bei den „sogenannten“ Fans abgeht ist unterirdisch und zeigt eindeutig die Verblödung solcher Menschen.
    Fussball ist gerade jetzt, vorallem im Amateurbereich, die schönste Nebensache der Welt und soll es auch bleiben!!
    Wenn ihr hirnlosen Fans – Spieler oder Zuschauer- es nicht endlich kapiert, gibt es keine Schiedsrichter/innen mehr, die sich eurer Frustbewältigung als Freiwild zur Verfügung stellen.

    Es bleibt zu hoffen, das es sich zum besseren wendet und viele junge Schiedsrichter/innen nachrücken.

  2. Die schönste Nebensache der Welt ? Ich ( auch Ü60 ) bevorzuge aber weitaus andere Hobbys die ich als schönste Nebensache der Welt sehe. Egal, jedem das Seine. Leider kenne ich keine andere Sportart bei dem sich Hooligans etc mehr prügeln als beim Fußballsport und das noch mit Ansage und geheimen Örtlichkeiten wo sie sich dann , weil es ja so Spaß macht , treffen und drauf los schlagen.

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