Unfall-Bilanz 2022: Deutlich mehr Unfälle im Bereich des Polizeipräsidiums Trier

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Foto: Polizeipräsidium Trier/Symbolbild

TRIER. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Trier wurden im Jahr 2022 mehr Verkehrsunfälle als im Jahr 2021 polizeilich registriert. Insgesamt nähern sich die Unfallzahlen wieder den Werten der Vor-Corona-Jahre an.

Die Gesamtzahl von 23.761 Verkehrsunfällen liegt dabei über den Werten der Corona-Jahre 2020 und 2021, jedoch unter den Werten der Jahre 2018 und 2019. Mehr als die Hälfte dieser Unfälle ereigneten sich innerhalb geschlossener Ortschaften.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden ist im Vergleich zum Jahr 2021 um 12,4% auf 2.326 angestiegen, wobei sich auch hier eine Tendenz zu den Werten vor der Pandemie andeutet. Die Anzahl an Getöteten liegt dabei mit 33 leicht über dem mehrjährigen Mittel. 596 Personen wurden bei Verkehrsunfällen schwer und 2.449 leicht verletzt.

Etwa jeder sechste Unfallverursacher entfernte sich unerlaubt vom Unfallort. Mehr als 45% der 3.860 Verkehrsunfallfluchten konnten durch die polizeilichen Ermittlungen geklärt werden.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,9% auf 195 Unfälle an. Dabei wurde ein Kind bei einem Verkehrsunfall getötet. Junge Fahrerinnen und Fahrer (18 bis 24 Jahre) waren seltener an Verkehrsunfällen beteiligt. Die Anzahl der getöteten jungen Fahrerinnen und Fahrer sank um 70%. Fahrende über 65 Jahren sind weiterhin häufig an Verkehrsunfällen beteiligt.

Rad- und Pedelecfahrerinnen und -fahrer waren im Jahr 2022 an 588 Unfällen beteiligt. Dies entspricht einem Anstieg um 20 Prozent.

Bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von motorisierten Zweirädern mit amtlichen Kennzeichen ist ebenfalls ein Anstieg um 32,3% zu verzeichnen. Die Gesamtzahl von 496 Motorradunfällen ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, wobei 206 dieser Unfälle Alleinunfälle waren. Dies entspricht 41,5 %.

Lastkraftwagen (über 3,5 Tonnen) waren im Jahr 2022 an 2.268 Unfällen im Präsidialbereich Trier beteiligt. Hierbei kam es in 92 Prozent lediglich zu Sachschäden. Allerdings wurden bei den verhältnismäßig wenigen Unfällen mit Personenschaden neun Menschen getötet und 42 schwerverletzt. Bei nur zwei von sechs tödlichen Unfällen war ein Lastkraftwagen unfallverursachendes Fahrzeug.

Bei 454 Verkehrsunfällen standen Unfallbeteiligte unter der Einwirkung berauschender Mittel (+15,5 Prozent). In 415 dieser Fälle standen die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer unter Alkoholeinfluss.

In 305 Fällen war Ablenkung, die seit 2021 separat in der Statistik erfasst wird, unfallursächlich. Dies entspricht einem Anstieg um 26 Prozent. Als Hauptunfallursachen gelten weiterhin Abstand, Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren, Geschwindigkeit sowie Vorfahrt und Vorrang. 31 Prozent aller aufgenommenen Verkehrsunfälle waren Wildunfälle. (Quelle: Polizeipräsidium Trier)

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