Industriefläche im Ahr-Flutgebiet: Wohnviertel mit neuen Häusern geplant

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Foto: Autos liegen nach der Flutkatastrophe in einem ausgespültem Teil des Ahrtals. Foto: David Young/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

AHRBRÜCK. Neue Häuser statt alte Gewerbehallen: Im flutgeschädigten Ahrtal ist auf einer einstigen Industriefläche der Weg für den Bau eines Wohn- und Gewerbeviertels frei geworden.

Der Eigentümer der Firma Brohl Wellpappe und die Ortsgemeinde Ahrbrück unterzeichneten einen Kaufvertrag für das Gelände der Firma und weitere Grundstücke, wie das rheinland-pfälzische Innenministerium am Mittwoch mitteilte. Der Kaufpreis belaufe sich auf einen symbolischen Euro.

Innenminister Michael Ebling (SPD) sprach von einem weiteren wichtigen Schritt, «damit in Ahrbrück schon bald Häuser und Wohnungen für Menschen entstehen können, die nach der Flut nicht mehr am bisherigen Ort bauen können oder wollen». Der Abriss der alten Werkshallen auf dem Gelände im Kreis Ahrweiler könne voraussichtlich Anfang 2023 ausgeschrieben werden. Ebling erlärte: «Bauflächen sind im Ahrtal ein knappes Gut.» Umso wichtiger seien Projekte wie dieses, bei denen bereits versiegelte Flächen klima- und umweltfreundlich in neuen Wohn- und Gewerberaum umgewandelt würden.

Nach der Bewilligung von 684.000 Euro Förderung im Februar 2022 seien weitere Unterstützungen in Millionenhöhe zum Rückbau der Gewerbehallen auf dem Gelände in Aussicht gestellt worden. Bei der Sturzflut im Juli 2021 waren im Ahrtal mindestens 134 Menschen getötet und Tausende Häuser verwüstet worden.

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