Verschiebung von Operationen: Corona-Sommerwelle macht Kliniken in RLP zu schaffen

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Eine Pflegekraft geht auf einer Intensivstation über den Flur. Foto: Fabian Strauch/dpa/Symbolbild

MAINZ. Die neue Corona-Welle macht den Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz deutlich zu schaffen. «Auch bei uns kommt es immer wieder zu Personalengpässen in Kliniken, die auch zu Abmeldungen von Abteilungen oder Stationen oder Notfallaufnahmen oder auch zu Verschiebungen von Operationen führen», sagte der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz, Andreas Wermter, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Nur sehr wenige der erkrankten Beschäftigten könnten sich nach fünf Tagen frei testen, die meisten fielen mindestens zwei Wochen aus. Planung sei bei dem dynamischen Geschehen schwierig. «Durch die anstehende Ferienzeit wird sich die personelle Situation weiter verschärfen.»

Besonders treffe es den Pflegedienst in den Krankenhäusern, sagte Wermter. In einigen Krankenhäusern seien es bereits jetzt rund zehn Prozent, auf einigen Intensivstationen noch deutlich mehr. Auch bei den Ärzten gebe es zeitweilig zu wenig Personal. Die Kliniken in den fünf Versorgungsregionen des Bundeslandes stimmen sich im Rahmen ihrer Zusammenarbeit ab, um die Patientenversorgung weiterhin zu gewährleisten.

Um die notwendige wirtschaftliche Absicherung bei fehlender Belegung zu erreichen, bräuchten die Kliniken aber «dringend finanzielle Hilfen», sonst werde sich die wirtschaftliche Schieflage vieler Kliniken zuspitzen, forderte Wermter. Der Bund müsse die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Ausgleichszahlungen schaffen. Zudem sei eine sofortige finanzielle Unterstützung notwendig, «um die massiven Kostensteigerungen ansatzweise kompensieren zu können». Dazu kämen Inflation und «Preisexplosionen». Nur 15 Prozent der Krankenhäuser im Land rechneten im laufenden Jahr mit einem positiven Ergebnis. (dpa)

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