Wiederaufbau nach der Flut: 80 Prozent der Anträge bis Jahresmitte fertig

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Vor dem Tunnel in Altenahr sind die Bauarbeiten an der Rotweinstraße im vollen Gange. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

ALTENAHR. Rund 80 Prozent der Anträge von Opfern der Flutkatastrophe auf Entschädigung für ihre beschädigten Häuser sollen bis zur Jahresmitte entschieden sein.

Das Tempo für die Bewilligungen könne mit Hilfe von mehr Personal und Entbürokratisierung weiter erhöht werden, kündigte Ulrich Link vom Vorstand der zuständigen Investitions- und Strukturbank (ISB) am Montag in Altenahr-Kreuzberg an.

Rund 1300 Anträge auf Entschädigung aus dem Wiederaufbaufonds für beschädigte oder zerstörte Häuser lägen vollständig vor, davon seien etwa 50 Prozent (670) bearbeitet. Bei 400 davon sei bereits die erste von vier Tranchen ausgezahlt. Vollständig ausgezahlt seien bislang drei Anträge. Dies könne künftig schneller gehen, weil inzwischen auf die vierwöchige Widerspruchsfrist verzichtet und der erste Abschlag von 20 Prozent direkt ausgezahlt werden dürfe.

Im Portal der ISB seien insgesamt 2250 Anträge auf Entschädigung für Wohngebäude angelegt, aber noch nicht vollständig ausgefüllt, sagte Link. “Wir sind aber von 8000 bis 9000 Anträgen ausgegangen.” Diese Lücke soll mithilfe eines neuen Projekts geschlossen werden, bei dem von Mitte April an ISB-Mitarbeiter die Menschen im Ahrtal zu Hause aufsuchen und sie bei den Anträgen unterstützen.

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