MAINZ/TRIER. „Rheinland-Pfalz ist das Land der Ganztagsschule“, sagt Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig laut Pressemitteilung des Bildungsministeriums in Mainz. „Seit dem Jahr 2002, als wir als erstes Bundesland ein Ausbauprogramm zur Errichtung von Ganztagsschulen gestartet haben, wurden in Rheinland-Pfalz mittlerweile über 1,6 Milliarden Euro Landesmittel für den Ausbau der Ganztagsschulen investiert, sowohl für Personal- wie Sachausgaben. Wir waren beim Ausbau des Ganztagsangebotes immer Vorreiter unter den Bundesländern und wollen dies auch bleiben.“
Ganztagsschulangebote leisteten einen ganz wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit und zur sozialen Teilhabe der Schülerinnen und Schüler, erinnert Hubig. Neben diesem Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit ist die Ganztagsschule zugleich ein wichtiger Baustein bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Jedes Kind, das ein Ganztagsangebot nachfragt, bekommt dieses in unserem Bundesland“, betont Hubig.
Mit Blick auf den Rechtsanspruch auf ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder, der nach dem Beschluss der Bundesregierung ab dem Jahr 2026 stufenweise zu erfüllen ist, sei Rheinland-Pfalz schon jetzt gut vorbereitet. „Wir werden unseren erfolgreichen Weg der ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote konsequent weitergehen“, erklärt Ministerin Hubig. „Wir haben von Anfang an auf ein qualitativ hochwertiges schulisches Bildungsangebot gesetzt, bei dem die Angebote am Vor- und Nachmittag eng miteinander verzahnt werden, und das längst ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Bildungssystems geworden ist.“
Das Netz der Ganztagsschulen wurde seit Beginn des Ausbauprogramms kontinuierlich und bedarfsgerecht verdichtet. Im laufenden Schuljahr 2021/2022 gibt es bereits 647 Ganztagsschulen in Angebotsform, 347 davon im Grundschulbereich. Hinzu kommen 107 verpflichtende Ganztagsschulen, darunter acht im Grundschulbereich, sowie 492 Grundschulen mit offenem Ganztagsschulangebot im Rahmen einer Betreuenden Grundschule. Im vergangenen Schuljahr verfügten bereits 87 Prozent der Grundschulen in Rheinland-Pfalz über ein ganztägiges Angebot.
In der Stadt Trier wurden laut Bildungsministerium bisher 1.209.240 Euro Fördermittel aus dem Programm bewilligt. Davon profitieren unter anderem die folgenden Schulen:
Gregor-von-Pfalzel-Grundschule in Trier (416.530 Euro bewilligt): Die Finanzhilfen in Höhe von 416.530 werden für unterschiedliche bauliche Modernisierungs- und Erneuerungsarbeiten gewährt. Die vorhandene WC-Anlage wird saniert, so dass ein hygienischer Standard gewährleistet wird. Außerdem wird der höheren Nutzung der Toiletten durch das Ganztagsangebot Rechnung getragen. Einen Beitrag zur Energieeinsparung leisten neue Fenster. Zusätzlich werden Anstricharbeiten an den Außenbauteilen wie Fassen, Gesimse oder Fenstern durchgeführt. Zur verbesserten Unterrichtsgestaltung und der Nutzung der Klassenräume unabhängig von Sonneneinstrahlung wird der Sonnenschutz erneuert.
Grundschule Zewen in Trier (359.190 Euro bewilligt): Die Bewilligungen in Höhe von 359.190 Euro werden hier für bauliche Sanierungsarbeiten gewährt. Die Toilettenanlagen werden grundlegend saniert. So wird den hygienischen Standards entsprochen und der Mehrnutzung durch die Ganztagesschülerinnen und -schüler Rechnung getragen. Zusätzlich wird die Ostflügelfassade saniert, so dass die Grundschulkinder ihren Tag in einem modernen und hygienischen Gebäude verbringen.
Freie Waldorfschule in Trier (256.000 Euro bewilligt): Die Freie Waldorfschule in Trier profitiert in Höhe von 256.000 Euro von den Bewilligungen des Landes. Eine Überdachung zwischen den beiden Blockhäusern, in denen die Ganztagsschulkinder untergebracht sind, wird gefördert. Der Bereich zwischen den Häusern wird somit zu einem Pausen- und Spielhof, der zu jeder Witterung von den Kindern genutzt werden kann. Außerdem wird die Decke im Blockhaus erneuert, so dass die Schülerinnen und Schüler, die das Ganztagsangebot nutzen, in modernen Räumlichkeiten untergebracht sind.
Die Fördermittel aus dem Beschleunigungsprogramm summieren sich zusammen mit dem Eigenanteil der Träger in Rheinland-Pfalz (dieser liegt bei 30 Prozent) zu einem Gesamtinvestitionsvolumen von 51,7 Millionen Euro. Um sicher zu stellen, dass die Mittel auch weiter dort ankommen, wo sie benötigt werden, hat es Rheinland-Pfalz durch Änderung seiner Förderrichtlinie den Trägern ermöglicht, die vom Bund länger zur Verfügung gestellten Mittel bis zum 31. Dezember 2022 verausgaben zu können.














